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25.11.2017

Jetzt! aber... Weihnachtskonzerte von DLDGG mit besonderer Note














Für alle alten und natürlich - nach Veröffentlichung der phänomenalen Compilation ""Liebe In GROSSEN Städten 1984-1988" über die wir >hier< auch berichtet haben - neuen Fans von Jetzt!, gibt es anlässlich der anstehenden Weihnachtskonzerte der Liga Der Gewöhnlichen Gentlemen eine überraschende Ankündigung: Michael Girke wird in Hamburg und Berlin mit den Gentlemen-Ligisten als Backingband einige Songs von Jetzt! spielen. Als wären Konzerte der Liga nicht ohnehin schon ein Grund alles stehen und liegen zu lassen, gibt es jetzt keine Ausreden mehr.  Mit dabei noch die Tapete Records-Nachwuchs-Indie-Postpunk-Pop-Hoffnung Zimt. 2017 bekommt einen krönenden Abschluß...

Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen auf Tour:
27.12.17 Bremen - Lagerhaus
28.12.17 Hamburg - Knust (Special Guest: Jetzt!, Support: Zimt)
29.12.17 Berlin - Bi Nuu (Special Guest: Jetzt!, Support: Zimt) 

19.11.2017

The Skids kündigen neues Album nach 37 Jahren an



[dh] Was für eine Nachricht: Dunfermlines Post-Punk-Heroen um den charismatischen Frontmann Richard Jobson bringen am 12.01.2018 mit „Burning Cities“ ihr fünftes Studioalbum heraus. Das letzte Album bisher trug den Titel "Joy" und stammt aus dem Jahr 1981. Wenn das mal nicht eine sehr -  sehr kreative Pause war...

The Skids gehörten Ende der 70er/Anfang der 80er Jahre zu den ersten Bands , denen man später bescheinigte , das Genre Postpunk , als Entwicklung zum herkömmlichen Punkrock, mit gestartet zu haben. Gegründet von Richard Jobson und dem späteren Frontmann von Big Country, Stuart Adamson, wurden die vier Jungs aus dem kleinen schottischen Städtchen Dunfermline schnell bekannt  was durchaus an ihrem starken Debüt „Scared To Dance“ mit den heute noch bekannten Hits „Into The Valley“ und „The Saints Are Coming“ lag. Neben Jobson sind noch die beiden Ur-Mitglieder Bill Simpson (bass) und Mike Baillie (drums) dabei. Die Gitarrenarbeit übernimmt kein geringer als Bruce Watson von Big Country , unterstützt von seinem Sohn (und neuem Big Country-Member) Jamie. Womit sich der Kreis zu Stuart Adamson schließt....

Leider gibt es noch keinen neuen Song zu hören, daher hier mal ein kleiner Vorgeschmack aus alten Tagen. Sobald etwas erscheint wird es hier weitergereicht...


Tony Butler (Ex – Big Country) kündigt Soloalbum an.



[dh] Jeder hat ja so seine Geschichte, wie er zu dem Musikstil gefunden hat, der einen nun schon seit Jahrzehnten prägt. Bei mir ist es immer noch Big Country´s 1983er Debütalbum „The Crossing“ und meine erste Berührung mit Ihnen in Form des Songs „Fields of Fire“. Seit dem verfolge ich so ziemlich alles was mit der Band zu tun hat. Ihr vorläufiges Ende, nach dem Album „Driving To Damascus„ (2000), Der Freitod von Sänger Stuart Adamson 2001. Ihr Comeback 2009 mit unzähligen Livekonzerten vor allem in England und Schottland, das im 2013er Album „The Journey“ endet...

18.11.2017

Monoklub mit neuer 7"-Single: Was Uns Verbindet / Raus Mit Der Sprache

Ich bin ja eigentlich kein Sammler von 7"-Singles. Nicht dass mir das Format nicht gefällt. Eigentlich im Gegenteil. Aber ich habe mich eigentlich recht früh auf 12" und Alben festgelegt und wollte "kein neues Fass (ohne Boden) aufmachen". Singles sammeln kann ganz schön ins Geld gehen...

Aber es gibt berechtigte Ausnahmen. Da muss es auch schon mal eine Single sein. Bestenfalls von Bands, deren Output bei mir ganz oben auf der "Long Awaited"-Liste stehen. Und in diesem Fall kommt zu diesem Umstand noch die Komponente Artwork hinzu. Das ich ein besonderes Faible für den Monoklub aus HH habe und die Band musikalisch einfach genau auf den Punkt meinen Nerv trifft, habe ich hier bereits mehrfach kundgetan. Wenn man dann tatsächlich lange auf etwas neue Mucke von den Jungs gewartet hat und diese noch in einer derartig gelungenen "Verpackung" daher kommt, dann darf, bzw. dann muß es auch mal eine 7" sein. Die Coverillustration von Tobi Dahmen, dem mittlerweile wohl auch über Szenegrenzen hinaus bekannten Künstler und Zeichner der "Fahradmod"-Graphic Novels, passt zur Band und zur Musik wie die berühmte Faust auf`s Auge und ist für sich genommen schon ein Kaufargument...

Aber natürlich befindet sich das wichtigste eingeritzt in den Zwischenräumen der beiden Plattenrillen. Und das sollte man sich mit allem, was die heimische Stereoanlage hergibt rausholen. Möglich gemacht hat die 7" eine von der Band initiierte Startnext-Kampagne. Eine wirkliche A- oder B-Seite gibt es nicht, was bei der Stärke beider Songs auch unnötig wäre. "Raus Mit Der Sprache" kennen Eingeweihte ja bereits durch das offizielle Video (siehe weiter unten) auf Youtube. "Was Uns Verbindet" dagegen habe ich auf der Single zum ersten mal gehört. Textlich sprechen die für mich auch durchaus nostalgischen Lyrics des Songs wohl jeden an, der mal in irgendwelchen Szenen oder Gruppen beheimatet war. Musikalisch geht die Band mit beiden Songs ihren eingeschlagenen Weg weiter und weckt Vorfreude auf das im nächsten Frühjahr erscheinende zweite Studioalbum. Da die Single auf 300 Exemplare limitiert ist, sollte sich der geneigte Käufer ranhalten. Hätte ich nicht verpassen wollen...
















Hörtipp: Felt - The Optimist And The Poet



Muss ich jetzt mal hier posten. Einfach weil's ein grandioses Instrumental einer grandiosen Band ist. Vermutlich für viele Leser ein weiterer Beitrag aus der beliebten Reihe "Unbekannte Helden". Obwohl zuletzt Die Liga Der Gewöhnlichen Gentlemen einiges dafür getan haben, damit diese ehrwürdige Band nicht komplett vergessen bleibt...


Kettcar - Neues Album „Ich vs.Wir“



Nachdem ich selbst berufsbedingt momentan hier eher durch Abwesenheit glänze und mein Kollege Dirk sich ja letzte Woche bereits um den Artikel zur neuen Slime-Platte verdient gemacht hat, gibt's jetzt Nachschlag in Form der neuen Kettcar-Pladde! Bitteschön...

[dh] Was soll man sagen: Kurz hintereinander zwei neue Alben meiner Hamburger Lieblingsbands. Und jetzt Kettcar: Ich denke jeder macht sich so seine eigene Liste von seinen Lieblingsalben für ein Jahr. Für 2017 haben Kettcar bei mir gerade die Tabellenführung übernommen. Nachdem 2012 das persönliche und eher indiepoppige „Zwischen den Runden„ herauskam und Marcus Wiebusch 2014 sein sehr starkes Solodebut mit „Konfetti“ gab, war es ja etwas ruhig um die Band geworden. Umso stärker die Erwartungen an den neuen Longplayer. Und soviel vorweg - diese wurden absolut nicht enttäuscht...

12.11.2017

Slime sind wieder da! Im "Hier und Jetzt"...




[dh] „Hier und Jetzt" heißt das neue Werk der Hamburger Punkrock-Legende. 5 Jahre nach „Sich fügen heißt Lügen“ melden sie sich wieder zurück. Nach eigener Aussage, weil „ … die Band wieder Bock darauf hatte und die Leute sich freuen das wir wieder da sind“. Musikalisch kommt das Album vielleicht nicht ganz an „Viva la Muerte (1992)“ und meinem absolutem Lieblingsalbum „Schweineherbst" (1993) (EINSPRUCH! vom Kollegen... ;) ) heran. Dennoch probiert sich die Band aber erfolgreich an verschiedenen Musikstilen -  ein wenig PowerPop wie im fast schon balladesquen „Hier und Jetzt“ oder in „ Ernie und Bert in Guantanamo“ , HipHop-Anleihen mit Hilfe von Swiss und Pablo Charlemoine von Irie Révoltés in in „Patrioten“, aber auch melodischen, straighten Punkrock gibt es weiterhin in „Unsere Lieder“ oder mit leichten Oi-Anleihen in der Mitsing-Hymne „ Let`s get United“. Noch etwas härter im Slime-Stil von Anfang der 90er Jahre kommen „ Brandstifter„ oder „Die Geschichte des Andreas T.“ daher...

Textlich geht es um die großen Veränderungen dieser Zeit, Rechtsruck der Gesellschaft, Neoliberalismus oder auch die Gentrifizierung (Ich kann die Elbe nicht mehr sehen) oder die immer größere Überwachung unserer Gesellschaft. Ne Menge bekannte Gäste waren außerdem an diesem Album beteiligt: Betoncombo´s früherer Gitarrist , Frank Nowatzki, Rodrigo Gonzales von den Ärzten, außerdem sind die Bläser der Gruppe Seeed und der Kinderchor Kids On Stage zu hören. Gemischt hat das Album Oliver Zülch (Die Ärzte, Sportfreunde Stiller, Die Toten Hosen u.a.). Textlich half bei einigen Songs auch noch Max Richard Leßmann von Vierkanttretlager mit...

Alles in allem ein sehr gelungenes Album mit viel Aussagekraft. Musikalisch geht man auch in andere Richtungen (HipHop , Folk oder Ska Anleihen) und verbreitert damit auch seinen eigenen musikalischen Horizont. Als Anspieltip „Let`s get United“. Hier sind Enrico von Los Fastidios und Paul von den Wakes für die weiteren Textzeilen in ihrer jeweiligen Landessprache verantwortlich...

21.10.2017

DLDGG zu Gast in Münster... 14.10.2017 / Gleis 22












Man kann Samstagabende auch deutlich schlechter verbringen... Am 14.10. stand das von mir lange herbeigesehnte Konzert der Liga der Gewöhnlichen Gentlemen im Gleis 22 in Münster an. Wie erhofft, wurde es ein genialer musikalischer Spätsommerabend, mit einer wie gewohnt überaus spielfreudigen Band und der schon zum Standardrepertoire gehörenden ausgiebigen Interaktion mit dem Publikum. Musikalisch auch live eine Macht, präsentierte sich die Band mit einer Mischung aus Songs aller vier Alben. Gerade auch die Songs der neuen Scheibe sind auf dem besten Weg, sich in die lange Liste der Klassiker einzureihen...


Dazu gab es im Laufe des Abends immer wieder die Möglichkeit, sehr nette Gespräche mit vielen interessanten Menschen und einem dort ziemlich unerwartet angetroffenen "alten Bekannten" zu führen. Zunächst aber mal einen besonderen Gruß an Andreas nebst seiner Gattin für`s tolle "Inempfangnehmen" in Münster. Zudem hatte ich die Gelegenheit einmal Sänger Carsten Friedrichs und Bassist Tim Jürgens von der Liga persönlich kennen zu lernen, was mich außerordentlich gefreut hat. Des Weiteren traf ich wie verabredet Frank Hämmerling, als nunmehr "ausgezeichneten" Reisebegleiter und Edelfan der Band und mit Hammerprogramm als Besucher aller drei NRW-Konzerte am Stück, (eigentlich) auf ein Bier. Allerdings musste ich dazu als verantwortungsbewusster Fahrer des Anreisefahrzeugs auf eine Cola ausweichen. Very special - zu guter Letzt und völlig unerwartet mit der Punklegende Jock McDonald von den Bollock Brothers, der auch unter den Gästen war... Was mir persönlich eine besondere Ehre war und meinem Konzertbegleiter und Freund Jürgen mindestens genauso ging. Der Kurztrip nach MS hat sich also gelohnt. Und nicht nur weil es die einzige Stadt in Deutschland ist, in der die AfD keine Chance hat...



17.09.2017

Firmenjubiläum: The Razorblades - 15 Years In A Van
















The Great Rock'n'Vinyl-Swindle! Mal was ganz anderes, was sich die Band The Razorblades da mit ihrem Jubiläums-Album ausgedacht haben. Die CD kommt im Tarnanzug einer 7"-Vinylscheibe daher und wirkt damit auf den ersten Blick wie eine Single. Drinnen jedoch eine CD, die ein tolles Coveralbum zum 15-jährigen Bandjubiläum beinhaltet. Und diese Songs treffen bei mir auf ganz weit offene Ohren, denn hier werden mit Slade, The Cure, Joy Division und den Pixies gleich vier Heldentruppen meiner Jugend "gerazorbladed". Zudem noch die Shangri-Las und - man höre und staune - der gute, alte Ludwig Van...

Im typischen Dick Dale-Surfgitarren-Stil und Einflüssen von Rockabilly, Ska, Punk werden die Songs in ein neues Gewand gesteckt. Die Scheibe macht absolut Spaß und ist einem Jubiläums-Album absolut würdig. Und bereits bei "Cum On Feel The Noize" macht sich das Kopfkino breit und man stellt sich vor, wie Slade unter dem Einfluß kalifornischer Sonne vermutlich geklungen hätten. Stark auch, wie man die doch eher düsteren Sounds von The Cure und erst recht Joy Division zu beschwingten Fußwippern umgearbeitet hat. "Love Will Tear Us Apart" wirkt sogar ein bisschen "jazzig". "Here Comes Your Man" fällt da schon fast aus dem Rahmen, weil der Song ja zum typischen Razorblades-Sound passt, wie die berühmte Faust auf's Auge...

Raus kommt das Ganze am 01.10.2017 und ist wie oben beschrieben als CD und auch als Download erhältlich. Eine klare Kaufempfehlung...


14.09.2017

¡Más Shake! - Break it All (Rodrec)



Beim Hören dieser sensationell guten E.P. der Berliner Band um Rod Gonzales wähnt man sich in Raum und Zeit versetzt. Feinster 60s-Beat, der gut und gerne von der britischen Insel kommen könnte, aber tatsächlich in der Tradition südamerikanischer Beatbands steht, die in Folge der Beatlemania in den 60ern entstanden sind. Ein Phänomen, welches in unseren Breitengraden leider nahezu unbeachtet blieb. Und das völlig zu Unrecht, wie sich auch anhand der aktiven Traditionspflege von ¡Más Shake! zeigt. Ein weiteres Stück, welches dies noch eindrucksvoller belegt, gibt es >hier<. Der Titelsong der E.P. ist daher auch nicht ganz umsonst ein Coverstück der uruguayanischen Formation Los Shakers, die auch in den USA einige kleine Erfolg hatten...