Google+ 33rpmPVC: September 2017

17.09.2017

Firmenjubiläum: The Razorblades - 15 Years In A Van
















The Great Rock'n'Vinyl-Swindle! Mal was ganz anderes, was sich die Band The Razorblades da mit ihrem Jubiläums-Album ausgedacht haben. Die CD kommt im Tarnanzug einer 7"-Vinylscheibe daher und wirkt damit auf den ersten Blick wie eine Single. Drinnen jedoch eine CD, die ein tolles Coveralbum zum 15-jährigen Bandjubiläum beinhaltet. Und diese Songs treffen bei mir auf ganz weit offene Ohren, denn hier werden mit Slade, The Cure, Joy Division und den Pixies gleich vier Heldentruppen meiner Jugend "gerazorbladed". Zudem noch die Shangri-Las und - man höre und staune - der gute, alte Ludwig Van...

Im typischen Dick Dale-Surfgitarren-Stil und Einflüssen von Rockabilly, Ska, Punk werden die Songs in ein neues Gewand gesteckt. Die Scheibe macht absolut Spaß und ist einem Jubiläums-Album absolut würdig. Und bereits bei "Cum On Feel The Noize" macht sich das Kopfkino breit und man stellt sich vor, wie Slade unter dem Einfluß kalifornischer Sonne vermutlich geklungen hätten. Stark auch, wie man die doch eher düsteren Sounds von The Cure und erst recht Joy Division zu beschwingten Fußwippern umgearbeitet hat. "Love Will Tear Us Apart" wirkt sogar ein bisschen "jazzig". "Here Comes Your Man" fällt da schon fast aus dem Rahmen, weil der Song ja zum typischen Razorblades-Sound passt, wie die berühmte Faust auf's Auge...

Raus kommt das Ganze am 01.10.2017 und ist wie oben beschrieben als CD und auch als Download erhältlich. Eine klare Kaufempfehlung...


14.09.2017

¡Más Shake! - Break it All (Rodrec)



Beim Hören dieser sensationell guten E.P. der Berliner Band um Rod Gonzales wähnt man sich in Raum und Zeit versetzt. Feinster 60s-Beat, der gut und gerne von der britischen Insel kommen könnte, aber tatsächlich in der Tradition südamerikanischer Beatbands steht, die in Folge der Beatlemania in den 60ern entstanden sind. Ein Phänomen, welches in unseren Breitengraden leider nahezu unbeachtet blieb. Und das völlig zu Unrecht, wie sich auch anhand der aktiven Traditionspflege von ¡Más Shake! zeigt. Ein weiteres Stück, welches dies noch eindrucksvoller belegt, gibt es >hier<. Der Titelsong der E.P. ist daher auch nicht ganz umsonst ein Coverstück der uruguayanischen Formation Los Shakers, die auch in den USA einige kleine Erfolg hatten...