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17.08.2017

French Boutik: »Pop Moderniste«

Das erste mal auf French Boutik aufmerksam geworden bin ich nach dem Lesen des Artikels einer Ausgabe des Heavy Soul-Fanzine (09/2016). Letztens habe ich mir erst die Doppel-7" "Ici Paris" - erschienen auf CopaseDisques - zugelegt. Und zur Zeit läuft die Band aus Paris bei mir auf allen Kanälen in der Heavy Rotation. Nach den ersten drei Doppel-7"-EPs, die zwischen 2012 und 2014 erschienen sind und einer CD-Compilation aus 2016 (Detour), ist im letzten Jahr auch das erste reguläre Studioalbum "Front Pop" veröffentlicht worden. French Boutik spielen einen mod-affinen Pop mit allerlei musikalischen Anknüpfungspunkten, die bei Bands wie den Kinks, The Action oder den Small Faces anfangen und Punk, Powerpop, Modrevival à la XTC, The Jam, Style Council oder Makin' Time einfließen lassen. Immer wieder werden auch ihre französischen Einflüsse wie Jacques Dutronc oder Françoise Hardy eingebaut. Ebenso stecken überall Anleihen aus Soul und R&B, feine eingängige Sixties-Pop-Melodien, treffend abgestimmter Harmoniegesang mit französischen und englischen Texten und Brian Auger-artige Hammond-Sounds. Dazu die optischen und modischen Bezüge an die so bedeutungsvolle 1960er Dekade. Das Mod bei French Boutik nicht einfach nur ein Label, sondern Referenz ist, scheint von Beginn an klar...

Die Angaben zu Gründung der Band, sind im Netz leider sehr unterschiedlich dargestellt. An mancher Stelle lese ich 2009, manchmal auch 2010 oder 2011. Ich verzichte mal hier darauf, mich irgendwie festzulegen. Beim aktuellen Line-Up, bestehend aus Zelda (drums), Serge (guitar&vocals), Gabriela (vocals) & Jean-Marc (bass), taucht auch immer wieder Olivier Popincourt (organ) auf, der aber auch seine Solokarriere verfolgt und daher nur Teilzeitmitglied ist. Festlegen möchte ich mich allerdings darauf, dass French Boutik es irgendwie schaffen, einen auf den ersten Blick doch sehr Retro erscheinenden Charme frisch, modern und unverbraucht wirken zu lassen. Die Songs haben nahezu durchgängig Ohrwurmcharakter und auch die zahlreichen veröffentlichten Videoclips kann man sich immer und immer wieder ansehen. Un peu de très particulier - "Pop Moderniste" eben...






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