Google+ 33rpmPVC: 2017

25.11.2017

Jetzt! aber... Weihnachtskonzerte von DLDGG mit besonderer Note














Für alle alten und natürlich - nach Veröffentlichung der phänomenalen Compilation ""Liebe In GROSSEN Städten 1984-1988" über die wir >hier< auch berichtet haben - neuen Fans von Jetzt!, gibt es anlässlich der anstehenden Weihnachtskonzerte der Liga Der Gewöhnlichen Gentlemen eine überraschende Ankündigung: Michael Girke wird in Hamburg und Berlin mit den Gentlemen-Ligisten als Backingband einige Songs von Jetzt! spielen. Als wären Konzerte der Liga nicht ohnehin schon ein Grund alles stehen und liegen zu lassen, gibt es jetzt keine Ausreden mehr.  Mit dabei noch die Tapete Records-Nachwuchs-Indie-Postpunk-Pop-Hoffnung Zimt. 2017 bekommt einen krönenden Abschluß...

Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen auf Tour:
27.12.17 Bremen - Lagerhaus
28.12.17 Hamburg - Knust (Special Guest: Jetzt!, Support: Zimt)
29.12.17 Berlin - Bi Nuu (Special Guest: Jetzt!, Support: Zimt) 

19.11.2017

The Skids kündigen neues Album nach 37 Jahren an



[dh] Was für eine Nachricht: Dunfermlines Post-Punk-Heroen um den charismatischen Frontmann Richard Jobson bringen am 12.01.2018 mit „Burning Cities“ ihr fünftes Studioalbum heraus. Das letzte Album bisher trug den Titel "Joy" und stammt aus dem Jahr 1981. Wenn das mal nicht eine sehr -  sehr kreative Pause war...

The Skids gehörten Ende der 70er/Anfang der 80er Jahre zu den ersten Bands , denen man später bescheinigte , das Genre Postpunk , als Entwicklung zum herkömmlichen Punkrock, mit gestartet zu haben. Gegründet von Richard Jobson und dem späteren Frontmann von Big Country, Stuart Adamson, wurden die vier Jungs aus dem kleinen schottischen Städtchen Dunfermline schnell bekannt  was durchaus an ihrem starken Debüt „Scared To Dance“ mit den heute noch bekannten Hits „Into The Valley“ und „The Saints Are Coming“ lag. Neben Jobson sind noch die beiden Ur-Mitglieder Bill Simpson (bass) und Mike Baillie (drums) dabei. Die Gitarrenarbeit übernimmt kein geringer als Bruce Watson von Big Country , unterstützt von seinem Sohn (und neuem Big Country-Member) Jamie. Womit sich der Kreis zu Stuart Adamson schließt....

Leider gibt es noch keinen neuen Song zu hören, daher hier mal ein kleiner Vorgeschmack aus alten Tagen. Sobald etwas erscheint wird es hier weitergereicht...


Tony Butler (Ex – Big Country) kündigt Soloalbum an.



[dh] Jeder hat ja so seine Geschichte, wie er zu dem Musikstil gefunden hat, der einen nun schon seit Jahrzehnten prägt. Bei mir ist es immer noch Big Country´s 1983er Debütalbum „The Crossing“ und meine erste Berührung mit Ihnen in Form des Songs „Fields of Fire“. Seit dem verfolge ich so ziemlich alles was mit der Band zu tun hat. Ihr vorläufiges Ende, nach dem Album „Driving To Damascus„ (2000), Der Freitod von Sänger Stuart Adamson 2001. Ihr Comeback 2009 mit unzähligen Livekonzerten vor allem in England und Schottland, das im 2013er Album „The Journey“ endet...

18.11.2017

Monoklub mit neuer 7"-Single: Was Uns Verbindet / Raus Mit Der Sprache

Ich bin ja eigentlich kein Sammler von 7"-Singles. Nicht dass mir das Format nicht gefällt. Eigentlich im Gegenteil. Aber ich habe mich eigentlich recht früh auf 12" und Alben festgelegt und wollte "kein neues Fass (ohne Boden) aufmachen". Singles sammeln kann ganz schön ins Geld gehen...

Aber es gibt berechtigte Ausnahmen. Da muss es auch schon mal eine Single sein. Bestenfalls von Bands, deren Output bei mir ganz oben auf der "Long Awaited"-Liste stehen. Und in diesem Fall kommt zu diesem Umstand noch die Komponente Artwork hinzu. Das ich ein besonderes Faible für den Monoklub aus HH habe und die Band musikalisch einfach genau auf den Punkt meinen Nerv trifft, habe ich hier bereits mehrfach kundgetan. Wenn man dann tatsächlich lange auf etwas neue Mucke von den Jungs gewartet hat und diese noch in einer derartig gelungenen "Verpackung" daher kommt, dann darf, bzw. dann muß es auch mal eine 7" sein. Die Coverillustration von Tobi Dahmen, dem mittlerweile wohl auch über Szenegrenzen hinaus bekannten Künstler und Zeichner der "Fahradmod"-Graphic Novels, passt zur Band und zur Musik wie die berühmte Faust auf`s Auge und ist für sich genommen schon ein Kaufargument...

Aber natürlich befindet sich das wichtigste eingeritzt in den Zwischenräumen der beiden Plattenrillen. Und das sollte man sich mit allem, was die heimische Stereoanlage hergibt rausholen. Möglich gemacht hat die 7" eine von der Band initiierte Startnext-Kampagne. Eine wirkliche A- oder B-Seite gibt es nicht, was bei der Stärke beider Songs auch unnötig wäre. "Raus Mit Der Sprache" kennen Eingeweihte ja bereits durch das offizielle Video (siehe weiter unten) auf Youtube. "Was Uns Verbindet" dagegen habe ich auf der Single zum ersten mal gehört. Textlich sprechen die für mich auch durchaus nostalgischen Lyrics des Songs wohl jeden an, der mal in irgendwelchen Szenen oder Gruppen beheimatet war. Musikalisch geht die Band mit beiden Songs ihren eingeschlagenen Weg weiter und weckt Vorfreude auf das im nächsten Frühjahr erscheinende zweite Studioalbum. Da die Single auf 300 Exemplare limitiert ist, sollte sich der geneigte Käufer ranhalten. Hätte ich nicht verpassen wollen...
















Hörtipp: Felt - The Optimist And The Poet



Muss ich jetzt mal hier posten. Einfach weil's ein grandioses Instrumental einer grandiosen Band ist. Vermutlich für viele Leser ein weiterer Beitrag aus der beliebten Reihe "Unbekannte Helden". Obwohl zuletzt Die Liga Der Gewöhnlichen Gentlemen einiges dafür getan haben, damit diese ehrwürdige Band nicht komplett vergessen bleibt...


Kettcar - Neues Album „Ich vs.Wir“



Nachdem ich selbst berufsbedingt momentan hier eher durch Abwesenheit glänze und mein Kollege Dirk sich ja letzte Woche bereits um den Artikel zur neuen Slime-Platte verdient gemacht hat, gibt's jetzt Nachschlag in Form der neuen Kettcar-Pladde! Bitteschön...

[dh] Was soll man sagen: Kurz hintereinander zwei neue Alben meiner Hamburger Lieblingsbands. Und jetzt Kettcar: Ich denke jeder macht sich so seine eigene Liste von seinen Lieblingsalben für ein Jahr. Für 2017 haben Kettcar bei mir gerade die Tabellenführung übernommen. Nachdem 2012 das persönliche und eher indiepoppige „Zwischen den Runden„ herauskam und Marcus Wiebusch 2014 sein sehr starkes Solodebut mit „Konfetti“ gab, war es ja etwas ruhig um die Band geworden. Umso stärker die Erwartungen an den neuen Longplayer. Und soviel vorweg - diese wurden absolut nicht enttäuscht...

12.11.2017

Slime sind wieder da! Im "Hier und Jetzt"...




[dh] „Hier und Jetzt" heißt das neue Werk der Hamburger Punkrock-Legende. 5 Jahre nach „Sich fügen heißt Lügen“ melden sie sich wieder zurück. Nach eigener Aussage, weil „ … die Band wieder Bock darauf hatte und die Leute sich freuen das wir wieder da sind“. Musikalisch kommt das Album vielleicht nicht ganz an „Viva la Muerte (1992)“ und meinem absolutem Lieblingsalbum „Schweineherbst" (1993) (EINSPRUCH! vom Kollegen... ;) ) heran. Dennoch probiert sich die Band aber erfolgreich an verschiedenen Musikstilen -  ein wenig PowerPop wie im fast schon balladesquen „Hier und Jetzt“ oder in „ Ernie und Bert in Guantanamo“ , HipHop-Anleihen mit Hilfe von Swiss und Pablo Charlemoine von Irie Révoltés in in „Patrioten“, aber auch melodischen, straighten Punkrock gibt es weiterhin in „Unsere Lieder“ oder mit leichten Oi-Anleihen in der Mitsing-Hymne „ Let`s get United“. Noch etwas härter im Slime-Stil von Anfang der 90er Jahre kommen „ Brandstifter„ oder „Die Geschichte des Andreas T.“ daher...

Textlich geht es um die großen Veränderungen dieser Zeit, Rechtsruck der Gesellschaft, Neoliberalismus oder auch die Gentrifizierung (Ich kann die Elbe nicht mehr sehen) oder die immer größere Überwachung unserer Gesellschaft. Ne Menge bekannte Gäste waren außerdem an diesem Album beteiligt: Betoncombo´s früherer Gitarrist , Frank Nowatzki, Rodrigo Gonzales von den Ärzten, außerdem sind die Bläser der Gruppe Seeed und der Kinderchor Kids On Stage zu hören. Gemischt hat das Album Oliver Zülch (Die Ärzte, Sportfreunde Stiller, Die Toten Hosen u.a.). Textlich half bei einigen Songs auch noch Max Richard Leßmann von Vierkanttretlager mit...

Alles in allem ein sehr gelungenes Album mit viel Aussagekraft. Musikalisch geht man auch in andere Richtungen (HipHop , Folk oder Ska Anleihen) und verbreitert damit auch seinen eigenen musikalischen Horizont. Als Anspieltip „Let`s get United“. Hier sind Enrico von Los Fastidios und Paul von den Wakes für die weiteren Textzeilen in ihrer jeweiligen Landessprache verantwortlich...

21.10.2017

DLDGG zu Gast in Münster... 14.10.2017 / Gleis 22












Man kann Samstagabende auch deutlich schlechter verbringen... Am 14.10. stand das von mir lange herbeigesehnte Konzert der Liga der Gewöhnlichen Gentlemen im Gleis 22 in Münster an. Wie erhofft, wurde es ein genialer musikalischer Spätsommerabend, mit einer wie gewohnt überaus spielfreudigen Band und der schon zum Standardrepertoire gehörenden ausgiebigen Interaktion mit dem Publikum. Musikalisch auch live eine Macht, präsentierte sich die Band mit einer Mischung aus Songs aller vier Alben. Gerade auch die Songs der neuen Scheibe sind auf dem besten Weg, sich in die lange Liste der Klassiker einzureihen...


Dazu gab es im Laufe des Abends immer wieder die Möglichkeit, sehr nette Gespräche mit vielen interessanten Menschen und einem dort ziemlich unerwartet angetroffenen "alten Bekannten" zu führen. Zunächst aber mal einen besonderen Gruß an Andreas nebst seiner Gattin für`s tolle "Inempfangnehmen" in Münster. Zudem hatte ich die Gelegenheit einmal Sänger Carsten Friedrichs und Bassist Tim Jürgens von der Liga persönlich kennen zu lernen, was mich außerordentlich gefreut hat. Des Weiteren traf ich wie verabredet Frank Hämmerling, als nunmehr "ausgezeichneten" Reisebegleiter und Edelfan der Band und mit Hammerprogramm als Besucher aller drei NRW-Konzerte am Stück, (eigentlich) auf ein Bier. Allerdings musste ich dazu als verantwortungsbewusster Fahrer des Anreisefahrzeugs auf eine Cola ausweichen. Very special - zu guter Letzt und völlig unerwartet mit der Punklegende Jock McDonald von den Bollock Brothers, der auch unter den Gästen war... Was mir persönlich eine besondere Ehre war und meinem Konzertbegleiter und Freund Jürgen mindestens genauso ging. Der Kurztrip nach MS hat sich also gelohnt. Und nicht nur weil es die einzige Stadt in Deutschland ist, in der die AfD keine Chance hat...



17.09.2017

Firmenjubiläum: The Razorblades - 15 Years In A Van
















The Great Rock'n'Vinyl-Swindle! Mal was ganz anderes, was sich die Band The Razorblades da mit ihrem Jubiläums-Album ausgedacht haben. Die CD kommt im Tarnanzug einer 7"-Vinylscheibe daher und wirkt damit auf den ersten Blick wie eine Single. Drinnen jedoch eine CD, die ein tolles Coveralbum zum 15-jährigen Bandjubiläum beinhaltet. Und diese Songs treffen bei mir auf ganz weit offene Ohren, denn hier werden mit Slade, The Cure, Joy Division und den Pixies gleich vier Heldentruppen meiner Jugend "gerazorbladed". Zudem noch die Shangri-Las und - man höre und staune - der gute, alte Ludwig Van...

Im typischen Dick Dale-Surfgitarren-Stil und Einflüssen von Rockabilly, Ska, Punk werden die Songs in ein neues Gewand gesteckt. Die Scheibe macht absolut Spaß und ist einem Jubiläums-Album absolut würdig. Und bereits bei "Cum On Feel The Noize" macht sich das Kopfkino breit und man stellt sich vor, wie Slade unter dem Einfluß kalifornischer Sonne vermutlich geklungen hätten. Stark auch, wie man die doch eher düsteren Sounds von The Cure und erst recht Joy Division zu beschwingten Fußwippern umgearbeitet hat. "Love Will Tear Us Apart" wirkt sogar ein bisschen "jazzig". "Here Comes Your Man" fällt da schon fast aus dem Rahmen, weil der Song ja zum typischen Razorblades-Sound passt, wie die berühmte Faust auf's Auge...

Raus kommt das Ganze am 01.10.2017 und ist wie oben beschrieben als CD und auch als Download erhältlich. Eine klare Kaufempfehlung...


14.09.2017

¡Más Shake! - Break it All (Rodrec)



Beim Hören dieser sensationell guten E.P. der Berliner Band um Rod Gonzales wähnt man sich in Raum und Zeit versetzt. Feinster 60s-Beat, der gut und gerne von der britischen Insel kommen könnte, aber tatsächlich in der Tradition südamerikanischer Beatbands steht, die in Folge der Beatlemania in den 60ern entstanden sind. Ein Phänomen, welches in unseren Breitengraden leider nahezu unbeachtet blieb. Und das völlig zu Unrecht, wie sich auch anhand der aktiven Traditionspflege von ¡Más Shake! zeigt. Ein weiteres Stück, welches dies noch eindrucksvoller belegt, gibt es >hier<. Der Titelsong der E.P. ist daher auch nicht ganz umsonst ein Coverstück der uruguayanischen Formation Los Shakers, die auch in den USA einige kleine Erfolg hatten...

25.08.2017

Tipp: Achtung Spitfire Schnell Schnell - ".​.​. Hits That Will Make You Dance, Scream And Holler!"



Bandnamen aus dem Kuriositätenkabinett gibt es ja reichlich. Derjenige der Band Achtung Spitfire Schnell Schnell ist so einer. Man überlegt zunächst mal zwanghaft, was das bedeuten soll, gibt dann aber irgendwann auf und widmet sich schnell dem wichtigen Part der Sache: der Musik! Was aber dann doch tatsächlich als erstes positiv auf sich aufmerksam macht, ist das Cover der LP mit dem schönen Titel ".​.​. Hits That Will Make You Dance, Scream And Holler!". Dies suggeriert bereits den musikalischen Inhalt: Schnörkelloser 60s-Garage-Beat-Soul-Punk, der sich aber wohltuend von den bekannten Größen wie DLDGG oder Family 5 unterscheidet. Ganz einfach weil hier meiner Meinung nach die Gewichtung tatsächlich eher auf Garagepunk liegt und somit jede der Bands ihr Alleinstellungsmerkmal behält. Soul wird hier eher wohldosiert eingesetzt. Achtung Spitfire Schnell Schnell erinnern mich da eher an die 60s-Garage Beiträge der German Measles-Sampler. Wenn ich das richtig sehe, ist die LP 2015 erschienen und zwar in einer Auflage von 300 Stück in rotem Vinyl. Ob die noch zu haben ist, werde ich gleich mal testen...





17.08.2017

French Boutik: »Pop Moderniste«

Das erste mal auf French Boutik aufmerksam geworden bin ich nach dem Lesen des Artikels einer Ausgabe des Heavy Soul-Fanzine (09/2016). Letztens habe ich mir erst die Doppel-7" "Ici Paris" - erschienen auf CopaseDisques - zugelegt. Und zur Zeit läuft die Band aus Paris bei mir auf allen Kanälen in der Heavy Rotation. Nach den ersten drei Doppel-7"-EPs, die zwischen 2012 und 2014 erschienen sind und einer CD-Compilation aus 2016 (Detour), ist im letzten Jahr auch das erste reguläre Studioalbum "Front Pop" veröffentlicht worden. French Boutik spielen einen mod-affinen Pop mit allerlei musikalischen Anknüpfungspunkten, die bei Bands wie den Kinks, The Action oder den Small Faces anfangen und Punk, Powerpop, Modrevival à la XTC, The Jam, Style Council oder Makin' Time einfließen lassen. Immer wieder werden auch ihre französischen Einflüsse wie Jacques Dutronc oder Françoise Hardy eingebaut. Ebenso stecken überall Anleihen aus Soul und R&B, feine eingängige Sixties-Pop-Melodien, treffend abgestimmter Harmoniegesang mit französischen und englischen Texten und Brian Auger-artige Hammond-Sounds. Dazu die optischen und modischen Bezüge an die so bedeutungsvolle 1960er Dekade. Das Mod bei French Boutik nicht einfach nur ein Label, sondern Referenz ist, scheint von Beginn an klar...

Die Angaben zu Gründung der Band, sind im Netz leider sehr unterschiedlich dargestellt. An mancher Stelle lese ich 2009, manchmal auch 2010 oder 2011. Ich verzichte mal hier darauf, mich irgendwie festzulegen. Beim aktuellen Line-Up, bestehend aus Zelda (drums), Serge (guitar&vocals), Gabriela (vocals) & Jean-Marc (bass), taucht auch immer wieder Olivier Popincourt (organ) auf, der aber auch seine Solokarriere verfolgt und daher nur Teilzeitmitglied ist. Festlegen möchte ich mich allerdings darauf, dass French Boutik es irgendwie schaffen, einen auf den ersten Blick doch sehr Retro erscheinenden Charme frisch, modern und unverbraucht wirken zu lassen. Die Songs haben nahezu durchgängig Ohrwurmcharakter und auch die zahlreichen veröffentlichten Videoclips kann man sich immer und immer wieder ansehen. Un peu de très particulier - "Pop Moderniste" eben...

24.07.2017

Für Perlentaucher: Jetzt! - Liebe In Großen Städten 1984-1988

Selbst wenn ich noch nichts von der Platte gehört hätte, würde ich sie mir schon aufgrund des großartigen Covers kaufen. Das allein macht allerdings nur einen Teil des Anreizes aus, sich "Liebe In GROSSEN Städten 1984-1988" der Formation Jetzt! in den heimischen Plattenschrank zu stellen, respektive natürlich auf den Plattenteller zu legen und zu spielen...

Insgesamt gesehen ist es schon verwunderlich, dass man soviel Spitzenmaterial einer Band zusammentragen kann, die es eigentlich zu Lebzeiten auf nicht allzu viel Output und noch weniger Aufmerksamkeit gebracht hat und eigentlich bereits in absolute Vergessenheit geraten war. Geändert haben das vermutlich die zwei hervorragenden Sampler "Falscher Ort, Falsche Zeit", die zuletzt auf Tapete Records veröffentlicht wurden und einige Perlen der Vergangenheit wieder zutage gefördert haben. Darunter eben auch

Hard, Heavy, Hässlich? Tyler Leads - Stay Ugly

Darf's auch mal etwas Heavy Rock sein? Nicht gerade das übliche Metier, welches ich hier beschreibe, aber die am 28.7. erscheinende EP hat es einfach verdient. Und da Recklinghausen ja praktisch bei mir um die Ecke liegt, tut ein wenig Lokalpatriotismus ja auch nicht weh. Das sehr ansprechende Cover tat sein übriges, da mal reinzuhören. Große Erwartungen hatte ich dabei nicht, dazu habe ich schon zu oft Promos von immer wieder gleich klingenden Band des Genres im Postkasten gehabt und anschließend gelangweilt weggelegt. Bei Tyler Leads war das grundlegend anders. Die Scheibe fesselt von Beginn an. Und geht durchgängig verdammt ab. Ein bisschen erinnern mich einige Songs ein wenig an - man glaubt es kaum und manch ein Fachmetaller mag schmunzeln - Iron Maiden, Judas Priest, Dio oder stellenweise auch an The Cult. Ich bin ja nun auch kein ausgewiesener Metal-Experte und was den Bereich angeht auch irgendwie in

22.07.2017

3 x neu: Fuzzy Vox, Karoshi und The Moorings

Nachdem ich die französische Garageband Fuzzy Vox hier ja bereits kurz vorstellen durfte, hatte ich jetzt die Gelegenheit mir das ganze am 14.07. erschienene Album mit dem Titel "No Landing Plan" (Kidnap Music) anzuhören. Und der Titel des Werks veranschaulicht in etwa, was einen erwartet. Da gibt es keinen Autopilot - der Flugzeugführer scheint nicht mehr Herr seiner Sinne zu sein und dreht einen Looping nach dem anderen. Und auch wenn der Flieger tief in den 60ern gebaut wurde, wird er mit Kerosin der Marke Punkrock und Rythm & Blues der ursprünglichen und rohen Sorte angetrieben. Mehr Garage, respektive Hangar geht nicht. Auch wenn man beim Flug durch die Titel nicht das sichere Gefühl bekommt, wieder ebenda zu landen. Die Band weiß definitiv, wie man ein Brett nach dem anderen raushaut und lässt auch durch eingestreute Tempowechsel an keiner Stelle Langeweile aufkommen. Die Platte ist eine absolute Empfehlung und Fuzzy Vox sind im August und Dezember auch in Deutschland unterwegs...

20.07.2017

Intro: Phonetic Circle



Phonetic Circle aus Hamburg heute in Dortmund bei Sommer am U in Dortmund. Mal sehen, was die live bieten. Was ich bisher hören konnte, klingt jedenfalls sehr vielversprechend...

17.07.2017

2. Album erschienen: Fuzzy Vox - No Landing Plan

Am 14. Juli ist der zweite Longplayer "No Landing Plan" der französischen Garagenrocker Fuzzy Vox erschienen. Der Titel unten im Video ist ein Coversong der Easybeats feat. Lisa Kekaula von Bellrays / Lisa & The Lips als Gastsängerin. Und in der Art geht's auch durch die ganze Scheibe. Der Bandname ist Programm...







14.07.2017

Die Liga Der Gewöhnlichen Gentlemen - It's OK To Love DLDGG


Ich weiß nicht genau, was mir besser gefällt - "Rüttel am Käfig" oder "Ampeln auf Gelb"? 
Eine wirklich gute Frage, die DLDGG im Opener ihres neuen Opus da sich selbst oder dem geneigten Hörer ans Herz legen. Eine Grundsatzfrage? Vielleicht! Besser wird die Ausgangslage zur Beantwortung mit dem nun gerade erschienenen Album "It's Ok To Love DLDGG" auch nicht gerade. Reiht es sich doch nahtlos ein, in die ohnehin schon auf Höchstniveau eingespielten drei vorangegangenen Werke. Nicht wirklich einfach, sich für eins von den Vieren als DAS Lieblingsalbum zu entscheiden. Bleibt nur alle zu kaufen, alle hören und zwar oft...

Nun sind mir aber schon beim Erscheinen des letzten Albums "Rüttel Mal Am Käfig, Die Affen Sollen Was Machen", viele Stimmen, obwohl der Band grundsätzlich durchaus zugeneigt, ans Ohr gedrungen, die die Platte zwar gut fanden, aber nicht mehr so gut wie die vorherige. "Nichts aufregend Neues", "Die anderen Platten hatten mehr Hits", und so weiter. Und es steht zu vermuten, dass ein ähnlicher Tenor nun wieder erschallt. Gut, ein neuer Musikstil wurde weder zuletzt, noch jetzt erfunden. Aber will man das? Stimmt die Kritik, die eh nur subjektiv sein kann, überhaupt? Meiner bescheidenen Meinung nach - überhaupt nicht! "Rüttel mal am Käfig..." war ein ebenso durchgängig gutes Album voller guter Songs, bei dem für mich keiner davon in irgendeiner Form schlechter oder langweiliger war, als bei den beiden Erstlingen. Und nachdem ich mir "It's Ok To Love DLDGG" nun heute bereits zum vierten mal nacheinander angehört habe, gilt das hierfür ebenso. Denn musikalisch ist diese Band ohnehin über jeden Zweifel erhaben. Natürlich braucht es bei neuen Alben altbekannter Helden immer etwas Zeit, sich an die neuen Songs zu gewöhnen. Zu stark verinnerlicht sind oftmals die Stücke der Vorgänger. Fast allesamt mittlerweile Klassiker. Potential ebensolche zu werden, ist auf "It's Ok To Love DLDGG" aber reichlich vorhanden. Und das mit - ich zitiere - "Vintage Sound, jetzt noch moderner". Womit der berühmte Nagel auf den Kopf getroffen wäre...

01.07.2017

Welcome to Wonderland



In der eigenen Wahrnehmung von Musik kommt es immer wieder, zumindest wenn man an tiefergehenden Zusammenhängen interessiert ist, zu äußerst interessanten Querverweisen, wundersamen Entdeckungen und ungeahnten Zusammenhängen. Manchmal übersieht man aber auch das Offensichtliche, bei dem der ein oder andere sagen wird: "Wie? Das wusstest du nicht?" In Bezug auf die 1968 formierte Band Wonderland liegt dieses Erweckungserlebnis schon ein paar Jahre zurück, war aber tatsächlich ein solches. Zum ersten mal gesehen habe ich Wonderland bei einer televisionären Rocknacht, in der viele

30.06.2017

The Tainted Children - If Julia Ever Knows



The Tainted Children mit dem Song "If Julia Ever Knows". Ein phantastisches Stück Mod-/Powerpop aus dem Jahr 1988. Erschienen als 7"-Single auf dem kleinen aber feinen Smarten-Up!-Label von Frank Kühl. Allzu viel über die Band rausfinden konnte ich leider nicht. Meines Wissens blieb es bei der einen Single. Aber die hat es in sich und sollte nicht im Verborgenen bleiben. Es steht zu vermuten, dass die Band aus Düsseldorf oder Umgebung stammte, da zwei der ehemaligen Mitglieder, nämlich ByteFM- Moderator Andreas van der Wingen und Maximilian Stamm, später die durchaus langlebige und recht

26.06.2017

Debüt-Single (7"): The Shoots - I'Don't Know (Heavy Soul Records)



Völlig durchgeknallter, fuzzgeladener 60's-R&B-Garage-Hammer. Ob die Single, die stark limitiert auf Heavy Soul erschienen ist, noch erhältlich ist, müsst ihr selbst rausfinden - oder auf's Album warten. Denke mal, das dürfte sich lohnen...




23.06.2017

Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen - Die Welt braucht mehr Leute so wie Dich



Eine weitere Vorveröffentlichung der Liga vom am 14.07.2017 neu erscheinenden Album "It's OK to love DLDGG". Titel des Songs: "Die Welt braucht mehr Leute so wie Dich". Damit ist dann wohl alles gesagt...

Weitere Infos:

20.06.2017

Tapetenwechsel: Dial M For Murder! - Oh No!



Während ich gerade meinen turnusmäßigen Besuch auf der Website des Labels Tapete Records - momentan eins der von mir am höchsten geschätzten Tonträgererzeuger des Landes - absolvierte, fiel mir in der schieren Massen an grandiosen Veröffentlichungen eine Band auf, die sich bisher auf unerklärliche Weise meinem Blickfeld entzogen hat: Dial M For Murder!...

Die Band (die eigentlich ein Duo ist) aus dem kühlen Norden (Keine glanzvolle Beschreibung ich weiß. Aber angesichts der momentanen Hitze hier am Schreibtisch eine wohltuende...), nämlich Schweden, existiert nun schon einige Jährchen. Zumindest gibt es ein Debütalbum und oben im Video gezeigte Single aus dem Jahre 2009. Im ersten Moment dachte ich beim Hören des Songs an die frühen Editors oder auch an Motorama. Klang für mich zumindest so spannend, das ich mich gleich auf die Suche nach mehr Infos machte. Viel mehr konnte ich aber leider nicht über die Band in Erfahrung bringen. Vielleicht kann mir ja jemand der geneigten Leser einen Tipp geben, ob es die überhaupt noch gibt? Zumindest Veröffentlichungen scheint es keine weiteren gegeben zu haben. Irgendwie gibt es noch 'ne Metalband malaysischen Ursprungs mit gleichem Namen, welche eine geordnete Suche bei Youtube auch nicht gerade erleichterte. Die Schweden sollte man aber doch mal gehört haben...



13.06.2017

Gib dem Affen Zucker: The Twangmonkeys




Könnten auch dem "Back From The Grave"-Samplern entsprungen sein, und die meisten verfügbaren Aufnahmen klingen soundtechnisch vielleicht momentan sogar noch etwas mehr nach Küche denn nach Garage. Aber da ist etwas, was mir unheimlich gefällt. Und das liegt nicht nur am genialen Bandnamen. The Twangmonkeys die aus der Ecke Geldern-Straelen, unweit der niederländischen Grenze stammen, sind ein Duo, bestehend aus Sänger und Gitarrist Buddy Olli (Oliver Blees) und Drummer Marcos Los Trappos (Marcus Trappe). Musikalisch agieren sie in der Gemengelage aus Rock'n'Roll, Garage, R&B, Punk, Ska, Surfpop und Psych. Shindig-Leser wissen, was ich meine. Definitiv eine Formation, wo ich mich jetzt schon auf den ersten Tonträger freue und die noch etwas erwarten lässt...



06.06.2017

Britpop aus Düsseldorf: The Buggs - Instant Love



Das aus Düsseldorf ja durchaus öfter etwas hörenswertes in die Musikszene einfließt, ist ja nun hinreichend bekannt. Dass es bei The Buggs dann aber so dermaßen britisch klingt und man sich beim Hören noch mal vergewissern muss, ob man auch richtig gelesen hat, ist dann schon eher selten. Energiegeladener Indie-Pop britischer Prägung, der auch gut in den zeitlichen Kontext von 1995 oder 2005 gepasst hätte. Aber auch Menschen mit einer gewissen 60s-Verliebtheit kommen aufgrund des (natürlich!) stark dort verwurzelten Sounds auf ihre Kosten. Nach dem ersten Album „Symphony For The Minority“ im Jahr 2016, folgt nun eine neue E.P. mit dem Titel "Instant Love". Äußerst vielversprechend...

02.06.2017

Stop Look Listen by Marta Ren & The Groovelvets



Wäre Facebook nicht so eine unübersichtliche Shice, könnte ich mich vielleicht noch daran erinnern, wer mir den Tipp mit Marta Ren & The Groovelvets gegeben hat. Spielt aber auch nur eine untergeordnete Rolle, denn der Sound spricht für sich selbst. Wie soll man jetzt dazu sagen? Neo-Retro-Blue Eyed-Soul? Zunächst habe ich sofort an einen Zusammenhang mit Daptone Records gedacht. Auf jeden Fall eine großartige Platte mit großartigen Musikern und einer großartigen Sängerin. Erschienen ist sie aber auf dem - nein, ich sage jetzt nicht nochmal großartig, obwohl es passen würde - Mailänder Label Record Kicks, auf dem sich auch noch eine ganze Latte weiterer feiner Künstler finden lässt. Die Platte könnt ihr als Vinyl oder CD über Bandcamp ordern. Solltet ihr euch mal intensiver mit befassen...



30.05.2017

"The Changing Man" / Heft-Beilage-CD aus MOJO, April 2008



Das man Beilage-CDs in Musikzeitschriften auch anders als langweilig machen kann, beweisen die Macher des englischen Musikmagazins MOJO beinahe in aller Regelmäßigkeit. Ein besonders gelungenes Exemplar lag der April-Ausgabe im Jahr 2008 bei. Wem beim Anblick der Tracklist nicht gleich das Verlangen nach dem Play-Button überkommt, dem kann man vielleicht doch noch helfen: Einfachmal die Zeit nehmen, sich diesen verdammt guten Kaffee... ach nee, bin schon wieder beim Twin Peaks-Revival ;) - also diesen verdammt guten Sampler anzuhören. Da war bei der Zusammenstellung ein Fachmann am Werk...
Tracklist:

10.000 Maniacs - Everyday Is Like Sunday


Man kann tatsächlich auch gut covern...

Neue Scheibe von British Sea Power: „Let The Dancers Inherit The Party“



[dh] Ein echtes Jubiläum! Die sechs Briten von British Sea Power, die aus der Umgebung von Brighton stammen, veröffentlichen ihr mittlerweile zehntes Album. Dem letzten offiziellen Studioalbum von 2013 „Machineries Of Joy“, folgten zwar noch „From The Sea To The Land Beyond“, „Happiness“ und „Sea Of Brass“, sie gelten allerdings nicht unbedingt als BSP-Studioalben, weil hier eher in Richtung Filmmusik gearbeitet wurde...

Das neue Album ist weniger an den Anfängen der Band orientiert, wo es mehr in Richtung Postpunk, Indie und auch Britpop ging.  Gitarrenlastiger Indiepop bleibt es aber auf der neuen Scheibe allemal. Meistens geben ruhigere, poplastige Stücke den Ton an, wie beispielsweise „The Voice Of Ivy Lee“ oder „Keep On Trying“. Sehr eingängig auch das melancholisch-verspielte „Don`t Let The Sun Get In The Way“. Absolutes Highlight ist für mich aber der Opener „Bad Bohemian“. Hier zeigen BSP ihre enorme Power im Verbund mit ausgeprägtem Hit-Charakter. Für mich ein echter Ohrwurm...





Neues Album von Dave Hause: „Bury Me In Philly“



[dh] Nach diversen EP`s, den Alben „Resolutions“ (2011) und „Devour“ (2013), endlich wieder neues Material des Singer/Songwriters mit Punkrock-Wurzeln (The Loved Ones): Dave Hause And The Mermaids...

Dave ist seinem Stil, Rock mit Folk- und Punkrock-Einflüssen zu mischen, treu geblieben. Die meisten Songs sind so stark (noch wesentlich rockiger als der Vorgänger „Devour“), dass ich dieses Album als sein Bestes bezeichnen würde...

Anspieltipps sind die Stücke „Bury Me In Philly“, „Shaky Jesus“ oder „With You“. Etwas ruhiger geht`s zu bei bei „My Mistake“ oder auch bluesiger angehaucht in „The Mermaid“. Alles in allem ein tolles Album. Im Video zu sehen, die Liverversion von „Shaky Jesus“...


20.05.2017

Albumdebüt: She-Devils - She Devils

Das ewige 60s-Revival dauert scheinbar unaufhaltsam an. Freut mich natürlich. Eindrucksvoll belegt wird das zum Beispiel in diesem verspielten Video "Hey Boy" des Duos She-Devils aus Kanada, in welches ihr weiter unten reinschauen könnt. Eine leicht unterdrückt klingende Surf-Gitarre unterstützt die phantastische Stimme von Audrey Ann Bouchers bei ihrem eindringlich-hypnotischen Gesang, der auch der ein oder anderen Twin Peaks-Folge gut zu Gesicht gestanden hätte. Nun also das selbstbetitelte Debütalbum, welches am 19. Mai veröffentlicht wurde. Sollte man unbedingt mal gehört haben. Aber Vorsicht, es besteht Suchtgefahr...


New Release: Sextile - Albeit Living



Die Elektrowaver aus Kalifornien mit ihrem neuen Album auf felte Records. Mit feiner Vinylversion. Musikalisch wie gehabt ein absoluter Hammer...


Nach 22 Jahren veröffentlichen Slowdive ein neues Album...



[dh] Wenn auch nicht mehr ganz so noisig, wie in den 90ern, sind Slowdive (übrigens in nahezu Originalbesetzung Halstead, Goswell, Chaplin, Savill, Scott) dennoch dem Shoegaze und Dreampop verbunden geblieben. Ihre drei Vorgängeralben - vor allem das 1993 erschienen „Souvlaki“ - gelten als Meilensteine des Genres. Es beginnt mit dem melancholisch-verspielten „Slomo“, verzerrter wird es bei „Star Roving“, wieder ruhiger in „Don`t Know Why“. Auf der 2. Seite beginnt es ein wenig lauter mit „Everyone Knows“. Das abwechslungsreiche Album endet mit der Ballade „Falling Ashes“. Das Warten hat sich auf jeden Fall gelohnt...


19.05.2017

Video: The Groovy Cellar - When You Fly Away



Einfach weil ich die Band mag und der Song zu gut ist, um nicht gezeigt und gehört zu werden...

Das alles beatet Berlin: The Moccascene - Disappointments // VÖ: 26.05.17

[m] Musik, die eine größtmögliche Schnittmenge aus den guten Seiten der 60er und 80er-Jahre bildet, rennt bei bei mir in der Regel offene Türen ein. Und somit war die Chance groß, das meine Augen beim durchscrollen der eingegangenen E-Mails der letzten Tage, auf genau dieser hängen blieben. Und dies sollte sich mal wieder als Glücksgriff erweisen, denn was The Moccascene (toller Name übrigens!) auf der EP abliefern, ist genau mein Ding. Durchaus etwas gemütlicherer Mix aus Indie- und Brit-Pop, der mit beiden Beinen fest in den 60ern verwurzelt ist. Und natürlich klingen da Beatles-Melodien durch, das lässt sich kaum leugnen. Trotzdem ist das alles so modern arrangiert, das es nicht unbedingt Retro-etikettiert daher kommt...


The Moccascene stammen aus Berlin und bestehen hauptsächlich aus -  Michell Gutiérrez Gómez. (Punkt. Kurze Pause und dann weiter...)  Als weitere Bandmitglieder wirken noch Michells Bruder Carlos (Backing Vocals) sowie Vivi Nayeli als Gastsängerin mit. Produzent, der auf vier Songs limitierten 12“-Vinyl-EP, ist SEEED-Gitarrist Rüdiger Kusserow, der auch als Musiker mitwirkt. "Disappointments" ist die erste reguläre Veröffentlichung und erscheint Ende Mai. Als Testballon gab es vorab bereits eine 7"-Promo-Single in Kleinstauflage von 50 Stück. Und nun eben die 12"-Version auf dem Label Waterfall Records...

Ein (später) Nachruf: R.I.P. John Lever --- * 20.09.1961 - † 13.03.2017

pic linked from discogs.com





















[dh] Leider bekam ich erst jetzt die Nachricht mit, dass John Lever, Schlagzeuger von "Manchesters most underrated band" - The Chameleons, nach kurzer schwerer Krankheit bereits am 13.03.2017 im Schlaf verstarb. John wurde nur 55 Jahre alt...

15.05.2017

Videoclip: The Sewer Rats - Heartbreaks And Milkshakes



Hardcore-Doo Wop mit den Sewer Rats aus Köln. Was zum mitschunkeln, wie einst bei Weezers "Buddy Holly"...



Mouth - Vortex // BluNoise/Alive // VÖ: 30.06.17



Das Album darf auch hier auf 33rpmPVC.de nicht unerwähnt bleiben. Leider komme ich momentan aus Zeitmangel nur bedingt zum Abfassen neuer Artikel. Aber nachdem ich es am vergangenen Wochenende doch geschafft habe, mir die Promo-CD, die mir dankenswerterweise von Tumbleweed Records zugeschickt wurde, anzuhören, machte sich umgehend Begeisterung breit. Die mir bis dahin unbekannte Band Mouth zeigt mit ihrem Album "Vortex" was Prog alles sein kann. Abseits von exzessivem rauf und runtergefingerpickten, bisher völlig unbekanntem atonalen Gitarrengegniedel, polyrythmischem Schlagzeuggewichse und Breitwandsynthiegeflimmer mit Tonfolgen von jenseits der Milchstraße, erschaffen diese drei Kölner einen Sound, der in erster Linie das tut, was auch Progger immer tun sollten - nämlich ordentlich rocken! Und auch wenn hier ebenfalls hin und wieder zu hören ist, wie gerade ein Raumschiff vorbeifliegt, klingt das alles nicht abgespaced. Denn hier kommt was zusammen, was so einfach zusammengehört. Krautrock meets Hardrock, Psychedelic meets Glam, Retro meets Progress... Ganz stark...



23.04.2017

The Spitfires mit neuer 7" Single



The Spitfires veröffentlichen am 19. Mai ihre neue Single ‘Move On’ - auf Catch 22 Records.
Erhältlich als 7” Blue Coloured Vinyl und digitalem Download sowie exklusiver B-Seite ‘Stick To Your Guns’...

Pre order vinyl here: http://thespitfires.tmstor.es


22.04.2017

John's Children - Still got the buzz?

pic taken from http://johnschildren.info/index.html


















So müssen sich die Meeresbiologen 1938 bei der Entdeckung des bis dahin als ausgestorben geltenden Quastenflossers vorgekommen sein. Denn eines Tages, eher zufällig, stieß ich beim Autofahren auf einen Song auf dem Acid Jazz Mod-Sampler, den ich zum ersten mal durchhörte. Dabei fiel mir ein Song auf, der aufgrund seiner doch recht rüden Gangart etwas aus dem Gesamtkontext des Samplers hervorstach. Leider hatte ich keinerlei Titelinformationen dazu. Im Zeitalter der mobilen digitalen Informationsverfügbarkeit allerdings kein großes Problem. Rechts ran fahren (Wie, ihr glaubt mir nicht?), Smartphone anwerfen und SoundHound bemühen. Das Ergebnis der Abfrage brachte ans Licht, dass es sich um den Titel "I Got The Buzz" der Formation John's Children handelte. John's Children? Da war doch was - da war doch wer??? Richtig! Die Glamrockfans unter euch werden es wissen. Das war die Band in der Marc Bolan kurz mitmischte, bevor er mit T.Rex Weltkarriere machte...

02.04.2017

Eine weitere Neuentdeckung: Diesmal aus Irland: Greywind - "Afterthoughts"



[dh] Bei Greywind handelt es sich um das irische Geschwisterpaar Steph (Gesang) und Paul O´Sullivan (Gitarre) aus Killarney, ein beliebtes Touristenziel im Süden Irlands. Musikalisch geht es in die Richtung Postrock, der immer mal wieder an Evanscence erinnert. Stephs tolle Stimme gibt den Songs Tiefe. Oft balladesque beginnend, türmt sich fast jeder Song, dank der Gitarrenarbeit von Paul, zu einem Rockturm auf und bleibt wie der Titel Song "Afterthoughts" oder das ebenfalls starke "Circle" im Gehörgang hängen. Dabei hätte sich ihre Karriere beinahe nicht so entwickelt, wie gewünscht. Im Süden Irlands kann man scheinbar nicht viel mit Postrock oder Emo anfangen. Erst das Engangement von Jason Perry als Produzent brachte die Wende für die beiden und heraus kam "Afterthoughts". Tolles Album, tolle Stimme, tolle Gitarren. Wird demnächst geordert...


Neues aus Schottland: Cold Years mit " Death Chasers"



[dh] Ausnahmsweise mal nicht aus der Rockhauptstadt Glasgow, sondern aus Aberdeen. Cold Years setzen sich aus fünf Mitgliedern zusammen: Ross Gordon: Vocals/Guitar, Finlay Urquhart: Guitar, Jonny Cox: Guitar, Louis Craighead: Bass, Fraser Allan: Drums. Geboten wird hemdsärmeliger Gitarrenrock bei dem die Punkrock-Wurzeln nicht verleugnet werden. Einflüsse von Bands wie The Gaslight Anthem sind musikalisch wie gesanglich durchaus zu ziehen und das hört man den 7 Songs auf ihrer Debut EP "Death Chasers" auch an. Aber auch Balladen wie das Acoustic-Stück "Innocence" finden sich in ihrem Repertoir. Wie Altmeister Philip Boa einmal in einem Interview sagte: Neue Musikstile werden sicher nicht mehr großartig gefunden, aber es werden weiterhin verdammt gute Songs geschrieben. Sieben davon befinden sich auf dieser EP. Hier im Video die rockige Version von "Innoncence"...


Turbostaat, Radio Havanna und Marathonmann mit neuem Material



[dh] Gleich 2 relativ neue EP´s gibt es von Bands aus der neuen Deutschen Punkrock-Szene: Da wären einmal Radio Havanna und Marathonmann mit ihrer Split EP. Erstgenannte mit ihrem Punkrock-Style und den beiden Stücken „Fresst Oder Sterbt“ und „Die Fahne Weht“, auf der zweiten Seite gibt es dann Post-Hardcore von Marathonmann mit den Songs „Grabeschwer“ und „Dachma“.
Die Einnahmen gehen übrigens an einen guten Zweck: Pro Asyl - und zwar zu 100%...

Alles neu oder doch nicht? Love A - Nichts Ist Neu // Rookie Records // VÖ: 12.05.2017

 Man könnte jetzt mäkeln, dass der Albumtitel in etwa den Inhalt wieder gibt. Aber zu mäkeln gibt es daran eigentlich nichts. Love A knüpfen einfach nur nahtlos an dem hohen Niveau des Vorgängers "Jagd Und Hund" an. Um es vorweg zu nehmen: Es ist wieder ein absolutes Postpunk-Brett geworden! Keine Schwächen erkennbar. Textlich auf der Höhe der Zeit, musikalisch oberste Liga. Man kann sich einerseits von der Musik treiben lassen, anderseits hat man das Gefühl, das einem interessante Geschichten erzählt werden, bei denen man nichts verpassen möchte. Von Langeweile, die sich bei einem vierten Longplayer bei so mancher Band schon wieder eingestellt hätte, hier keine Spur. Das schöne ist, die Platte erscheint auch auf Vinyl (Ist das mittlerweile eigentlich überhaupt noch eine Erwähnung wert?), sowie ansonsten auf den üblichen Wegen. Auf Tour sind Love A im Mai auch. Die Termine findet ihr weiter unten...

18.03.2017

Und noch n' Double... by Rookie Records - Keele und Decibelles

 Am 28. April erscheint das Debütalbum "Gut Und Dir" von Keele. Musikalisch haben mich Keele sofort an einen weiteren Act von Rookie Records erinnert, nämlich Love A. Und das ist wahrlich kein schlechter Vergleich. Mir ist schon klar, das jede Band gerne ihre Eigenständigkeit betont wissen möchte, aber jeder der sich etwas intensiver mit Musik befasst oder gar darüber schreibt, strengt gerne Vergleiche an. Und Vergleiche bedeuten nicht zwangsläufig  gleich in die Nähe zum Plagiat oder Klon gebracht zu werden. Keele überzeugen einfach, weil sie gut sind. Musikalisch irgendwo in den Bereichen zwischen Alternative, Postpunk und Emo, nehmen einen die starken Songs gleich mit. Und was auch nicht jede Band gleich schafft: Man möchte den Texten zuhören. Ein Statement gegen das immergleiche Generve und Genöle vom Schlage Foster-Bendzko-Bourani. Denn es gibt so viele gute, deutschsprachige Bands. Wie eben Keele. Klare Empfehlung...

Gar nicht mehr so neu sind die Decibelles aus Lyon in Frankreich. Neu ist allerdings das Album "Tight", welches am 31.03.2017 auf Kidnap Records erscheinen wird. Und von den drei Damen gibt es ordentlich was aufs Maul! Eine poppig-brachiale Mischung aus Noise-Rock und Punk, die trotzdem sehr eingängige Songstrukturen aufweist. Dennoch alles, nur keine Platte für die Hitparade. Eher eine, die Altherrenpunks noch mal in den Pogo treiben kann. Wer möchte, kann das auf der ausgedehnten 2017er-Tour durch Europa, die auch in Dortmund, Hamburg oder Berlin halt macht, gerne austesten. Tourdaten, auch von Keele, gibt es weiter unten...

2x Neues aus dem Hause Tumbleweed Records - Krälfe + Mat Reetz

Und sie haben doch eine Stimme! 2012 wurde die Band Krälfe in Hamburg ins Leben gerufen. Den selbstbetitelten Erstling, der dankenswerterweise bereits in einer wertigen Vinylfassung erschien, habe ich 2015 bereits hier vorgestellt. Nun stehen Krälfe vor der Veröffentlichung ihres zweiten Albums mit dem Titel "Konserve". Und da hat sich einiges getan. War der Erstling der jetzt in Berlin ansässigen Band noch ein reines Instrumental-Album, spendiert Schlagzeugerin Cläre Caspar dem neuen Werk auch ihre Stimme. Und das ist definitiv ein Quantensprung. Der minimalistische Noise-Rock ist übergegangen in einen düsteren, druckvollen und energiegeladenen Postpunk und nix mit "wie aus der Konserve". Die Songs sind beeindruckend stark und ich kann der Band zu ihrem eingeschlagenen Weg nur gratulieren. Manche Stücke erinnern mich beispielsweise stark an X-mal Deutschland oder auch an die Slits. Die Scheibe wird am 05.05.2017 auf diversen Tonträgern veröffentlicht, auch wieder als Vinyl. Die muß ich mir unbedingt besorgen...



Eine weitere interessante Veröffentlichung dürfte das Soloalbum von Mat Reetz werden. Mat Reetz, der Sänger der Koblenzer Indie-Veteranen Blackmail, der den Gesangspart von Aydo Abay nach dessen Weggang übernommen hatte, versucht sich nun an seiner Solokarriere und bringt am 21.04.2017 das Album "962" auf den Markt. Insgesamt geht es hier etwas unaufgeregter als bei den oben rezensierten Krälfe zu. Vielfach klingen Reminiszensen zu denen auch im Promoblatt erwähnten New Order an. Aber auch die Vergangenheit bei Blackmail ist definitiv nicht negiert, natürlich schon allein stimmlich nicht. Die Mischung aus elektronischem und dann wieder akustischem Sound, klingt irgendwie nach Folk in sehr modernem Gewand. Im April ist Reetz als Support für ABAY in Deutschland auf Tour. Erscheinen wird das Werk als CD oder Download. Ein starkes Alben-Debüt...



18.02.2017

Love A – Nichts Ist Neu || Neues Album: 12.05.2017 (Rookie Records)




Neville Staple (The Specials) veröffentlicht neues Album 'Return of Judge Roughneck'




Neues Soloalbum des Specials-Gründungsmitglied Neville Staple. Musikalisch natürlich stark angelehnt an dem, was man vermutlich von einem Ex-Special erwartet. Direkt aus den 80ern ins Hier und Jetzt, liefert Staple feine Dancehall-Sounds, die frisch und abwechslungsreich klingen und recht schnell vom Ohr in die Beine gehen. Der "Original Rudeboy" setzt hier ganz auf die bekannte Karte Reggae, Ska und Rocksteady und weiß diese auch auszuspielen. Natürlich ist da nichts revolutionär Neues zu entdecken, aber wer den Judge Roughneck hören will, weiß seit den Tagen von "Stupid Marriage" der Specials, was er bekommt. In diesem Fall neben den digitalen Produkten auch Doppel-Vinyl...


"Morally Barren" by The Underground Youth




"Morally Barren" - neuer Titel von einer der, meiner bescheidenen Meinung nach, besten aktuellen Shoegaze-Bands: The Underground Youth. Veröffentlich auf Fuzz Club Records. Zu hören jetzt hier...


06.02.2017

buddy, i wanna know if there'll be happiness with u knowin' what u want or what u want me to do



Endlich habe ich es mal wieder geschafft, einen Teil meiner E-Mails durchzusehen. Und fast wäre mir da wieder was durch die Lappen gegangen, was mich dann doch geärgert hätte, sofern ich es eines Tages erfahren hätte, dass ich es niemals erfahren haben würde. Häh??? OK, konstruktiver Satzbau ist am Montag Abend meine Sache nicht unbedingt, aber die Ohren funktionieren immerhin wieder so gut, das ich erkennen kann, ob etwas gut oder zumindest interessant ist. Und diese Formation aus dem spanischen Sevilla ist es definitiv wert, hier Erwähnung zu finden...

Blue Note - Blue Funk // by Various Artists



Tracklist:

05.02.2017

Live: Mamood im Jazzclub Lünen - 04.02.2017

















Der Jazzclub Lünen, der seit nun gut 22 Jahren in den Räumlichkeiten einer ehemaligen Discothek unterhalb eines Hotelbetriebs in der Innenstadt aktiv ist, veranstaltet im Laufe eines Jahres eine Reihe von Konzerten. Betrieben werden die Räumlichkeiten und die Veranstaltungen vom gleichnamigen Jazzclub Lünen e.V., welcher sich der Non-Profit-Kulturarbeit in den Bereichen Swing, Blues, Hard Bop, West-Coast-Jazz, Latin Jazz, Jazzrock, Funk, & Acid Jazz verschrieben hat. Da mein letzter Besuch dort bereits ein paar Jahre her ist, nutzte ich gleich zu Beginn des Jahres die Chance, um mir dort mal wieder ein Konzert in angenehmer Clubatmosphäre anzusehen und anzuhören. Und das für recht moderate Preise, sowohl beim Eintritt, als auch bei den Getränken. Für das was da geboten wird, ein absoluter Schnapper...

28.01.2017

Paul Weller & Andy Lewis - Are You Trying To Be Lonely



Einfach nur weil gut... ;)

The return of the komische Bandnamen: Lauter Bäumen - Mieser In Den Miesen // VÖ: 24.02.2017 Tumbleweed Records



















Es gibt tatsächlich noch Bands, die ein Album veröffentlichen wollen und bei denen man nach einer Suchanfrage bei Google nicht mit einer Informationsflut zugeschissen wird. Selten, aber kommt vor. Die Band, immerhin schon seit 2014 auf dem Markt und mit der denkwürdigen Bezeichnung Lauter Bäumen firmierend, ist so eine Truppe. Zumindest war meine Suche im Netz zunächst nur spärlich erfolgreich. Nun lag der mir vom Kölner Label Tumbleweed Records zugesandten Promo-CD glücklicherweise ein Datensheet anbei, dem man einige imposante Fakten entnehmen konnte. Zum Beispiel, dass einer der Titel "Streichel Die Katze" heisst. Das ließ einiges erwarten. Ebenso das es von 14 aufgenommenen Tracks, 12 auf das Album geschafft haben. Da steht der Veröffentlichung der Re-Issue mit Bonusmaterial in ein paar Jahren ja nichts mehr entgegen...

10.01.2017

Live „ Philip Boa and the Voodooclub“ Bochum, Zeche (10.12.2016)



[dh] Und wieder ging es nach Bochum. Der Altmeister des deutschen Indie/Alternativ-Sounds hatte gerufen und Hunderte folgten seinem Ruf in die ausverkaufte Zeche. Ich muss gestehen,  das dies mein erstes Konzert vom Voodooclub war ( Schande über mein Haupt), obwohl ich langjähriger Fan bin, und vom ersten Ton an habe ich es bereut, nicht früher schonmal dabei gewesen zu sein. Gespielt wurde die ganze Bandbreite seines Schaffens von den späten 80ern bis zum letzten Album „Bleach House“ (2014)...

Live „Mr. Irish Bastard“, Bochum , Rockpalast (09.10.2016)

[dh] Wie will man das Wochenende nach einer stressigen Arbeitswoche besser einläuten , als mit einem Konzert einer seiner Lieblings-Livebands. Mr. Irish Bastard bitten zum Tanz.
Den Beginn machte die noch junge Marler Folkpop Band Threepwood` N Strings , die sich mehr dem traditionellen Folk mit modernen Rock/Pop-Anleihen verpflichtet fühlen und zwar in der Besetzung: Eva Kempa(Violine, Gesang), Kevin Seidel (Gitarre, Gesang), Stefan Vieth (Gesang, Gitarre) und Robert Marowsky (Bass, Gesang). Für mich auch mal schön mit einem kühlen Bier in der Hand ruhigeren Tönen zu Lauschen, leider war die Geräuschkulisse im Rockpalast so hoch , das man sich nicht ganz der Musik widmen konnte. Leute…………., ich wollte dieser jungen Band mehr Gehör schenken, war leider nicht immer möglich, trotzdem kamen die Vier recht gut beim Publikum an obwohl Ihre Musik eher in die Poppige Richtung geht, zu vergleichen mit Mumford And Sons oder Of Monsters And Men, als der Folkpunk/Rock Stil der Münsteraner Headliner. Als Hörprobe hier eine Live Aufnahme vom „Best of Unsigned-Contest" in Oberhausen. Das Stück „Coming Home“...






09.01.2017

Still alive: Britische Psychedelic-Legenden July mit ihrem 2013er Album "Ressurection" jetzt auch als Vinyl



[m] Bei manchen Bands ist man erstaunt, das es sie noch gibt. Genauso erging es mir kürzlich, als mir Peter Cook, Sänger und Gitarrist bei July, einen Link zur Vinyl-Veröffentlichung ihres Albums "Ressurection" schickte. Die Platte ist auf 500 Exemplare limitiert. Die ersten 90 inkl. Poster. An der Machart ihrer Musik hat sich qualitativ nichts verschlechtert. Wer auf Psychedelic der 60er und 70er steht, der in das hier und jetzt transformiert wurde, wird hier bestens bedient...


Teksti-TV 666 aus Finnland



[dh] Was man so alles findet!! Da ich meine Begeisterung für Finnland und seiner Musikszene hier ja nun schon mehrfach mitgeteilt habe (siehe Klamydia) - was 2016 in einem Sommerurlaub in dem skandinavischen Land endete - nun etwas was ich gar nicht so richtig einordnen kann: Rock, Punk, Shoegaze, Heavy Indie, Psychedelia - und das alles in einer Band. Liegt es an den langen Wintern, der Polarluft oder am Snapsi?? Wie bekommt man so einen Sound hin? Und warum immer in Finnland? Nach Bandangaben begann man mit drei Leuten. Immer mehr Mitglieder aus unterschiedlichen Musikrichtungen gesellten sich mit der Zeit hinzu, so dass man jetzt bei 5 Gitarristen, einem Bassisten und einem Drummer angelangt ist. Manchmal kommen auch Gastgitarristen hinzu oder man spielt, wie auf dem Flow Festival in Helsinki 2015, mit der Band French Films zusammen einen Song und steht mit noch mehr Gitarren auf der Bühne...

08.01.2017

Bloodhounds On My Trail neue EP „Haunted Isles“



[dh] Da war doch was?? Bloodhound On My Trail habe ich hier ja schon einmal vorgestellt. Erschienen ist die Scheibe schon Ende November letzten Jahres, aber ich finde sie so stark das ich sie hier gerne kurz vorstellen möchte. Die vier Jungs aus Melbourne liefern uns wieder 6 Songs zwischen melodischem Shoegaze „Words like Weapons“ und Postpunk bei „Over The Wall“. Starker Nachfolger der letzten EP „Escape 2“...


Neues Album von „The Wedding Present“ (VÖ, 02.12.2016)




[dh] „Going, Going“ heißt der mittlerweile 9.Streich der Band um Gründungsmitglied David Gedge. Und das Warten hat sich nach dem 2012er Album „Valentina“ absolut gelohnt. Die ganze Bandbreite des Genre´s Indie/Alternative wird hier von The Wedding Present geboten: Psychedelisch im Opener „Kittery“, Indie Pop bei „Rachel„ und „Teen Sleep“ (bei dem Song merkt man woher The Vaccines ihre Sound haben), die tolle Mischung aus Pop und Shoegaze/Grunge Anleihen im Song „Santa Monica„ oder einfach verträumt wie in „Marblehead“. Britpop bei „Two Bridges“ und auch Klassikanleihen mit Streichern und Piano in „Sprague“...

06.01.2017

Mark Morriss - Lucretia (My Reflection) - Out Now - Acid Jazz Records



Kommt ja immer mal wieder vor, das einem die Coverversion besser gefällt, als das Original Sisters Of Mercy). In diesem Fall ist das definitiv so! Und das Original ist schon sehr gut...


Rare Mod 6 by Acid Jazz Records




Lost and found: The Clique - The Complete Recordings


[m] Als ich vor ein paar Wochen das Album "Vanburg Park" der englischen Modrevival-Band The Clique in die Hände bekam, kam mir der Name irgendwie bekannt vor, konnte ihn aber nicht so wirklich unterbringen. Auch die Zeit in der sie ihre Platten einspielten, nämlich die 90er, waren nicht deckungsgleich zu meinen Überlegungen. Den Namen hatte ich eher in den Sixties verortet und meiner Erinnerung nach irgendwie in einem Buch über die Mod-Subkultur gelesen oder zumindest auf irgendeinem Bild gesehen. Weitere Denkanstrengungen zum Thema habe ich dann allerdings nicht mehr unternommen...

Als ich nun über Silvester/Neujahr in Hamburg verweilte und auch dem äußerst empfehlenswerten Plattenladen "Pure Soul Records" einen Besuch abstattete, fiel mir eine weitere Platte einer Band gleichen Namens in die Hände. Der vorgefundene Eindruck bestätigte gleich den Bezug zu einer Sixties-Mod-Band. Die Scheibe "The Clique - The Complete Recordings 1964/65", eine Compilation die im Jahr 1995 erstellt wurde und auf Dig The Fuzz Records, einem britischen Label, das sehr viel Underground-Zeugs, unter anderem aus den Sixties veröffentlicht hat, erschienen ist. Der Bekanntheitsgrad der Gruppe hält sich zwar hierzulande in Grenzen (wie meine Unkenntnis/Bildungslücke auch eindrucksvoll belegt). In London hatten die Jungs seinerzeit durchaus einen hohen Stellenwert...