Google+ 33rpmPVC: März 2013

31.03.2013

Zum Wochenausklang noch 5 kleine Anspieltipps, die es m. E. nach wert sind, mal näher unter die Lupe genommen zu werden...

Bildquelle: by 33rpmPVC











Die Links führen zu den entsprechenden Youtube-Videos. Viel Spaß beim Hören... Ich finde es lohnt sich... Und einen schönen Rest-Ostersonntag!

29.03.2013

RECORD STORE DAY 2013

Bildquelle: RSD Press Kit










Am 20. April 2013 ist es wieder soweit. Der weltweite Record Store Day. Unzählige Vinyl-Fanatiker sabbern schon wie ein Hund in der Fleischerei... Auch in diesem Jahr gibt es wieder reichlich Angebote und Aktionen. Für weitere Infos, einfach den unten aufgeführten Links folgen...



Was ist der RECORD STORE DAY?
„More important than christmas“ – so bezeichnet die L.A. Times in den USA den RECORD STORE DAY– gemeint ist natürlich der Stellenwert des RSD für den unabhängigen Tonträgerhandel – den Plattenladen um die Ecke, der für viele ja fast schon zum Relikt aus grauer Vorzeit geworden zu sein scheint.
Die ursprüngliche Idee des Record Store Day wurde...

Hier weiterlesen...


Links: 
Die internationale RSD-Homepage: www.recordstoreday.com
Der RSD GERMANY auf Facebook: www.facebook.com/rsdgermany
Endlich entdeckt!
Die 100 besten Shoegaze-Alben

Bildquelle: permitted by soundsbetterwithreverb.com







Der eine verflucht sie, viele aber haben ihren Spaß daran: Listen! Ein besonderes Exemplar habe ich heute auf dem auch ansonsten äusserst gelungenem Blog soundsbetterwithreverb.com gefunden... 100 Greatest Shoegaze Albums

Wie immer, lässt sich über die Reihenfolge oder die jeweiligen Berücksichtigungen oder eben Nichtberücksichtigungen trefflich streiten. Aber genau das ist in meinen Augen der Reiz solcher Listen. Wenn diese dann auch noch in so einer ansprechenden Verpackung daher kommen - umso besser!

Meine persönliche Nummer 1 wäre allerdings Psychocandy von The Jesus And Mary Chain gewesen, gefolgt von Isn´t Anything von My Bloody Valentine... Auf dem 3. Platz noch auf´s Podest, hätte es Going Blank Again von Ride geschafft.

Auch ansonsten eine schön gestaltete, äusserst informative Seite, die einen längeren Besuch definitiv lohnt...



Synthie Pop hier, Synthie Pop da... 
Eine angebliche Geschmacksverirrung der 80er wird scheinbar gesellschaftsfähig

Bildquelle: by 33rpmPVC








Wie oft und wie lange wurde der Synthie Pop schlecht geredet? Kaum ein Musikjournalist oder sonstiger Fachmann, der in den nachfolgenden Dekaden nicht abfällig über dieses Genre geschrieben hätte. Sofern man sich überhaupt mit den "unsäglichen 80ern" befassen wollte. (Zitat des Jazz-Trompeters Till Brönner: "Ich habe die Musik der 80er gehasst!"/ Quelle: http://tinyurl.com/dxsaccc)

Und plötzlich ist er wieder da! Man siehe nur, welche Mühe sich der Musikexpress in diesem Monat mit dem Thema gegeben hat. Gut, vermutlich hat das auch etwas mit dem pflichterfüllenden Hochpushen der neuen Scheibe von Depeche Mode zu tun, die ja sowas wie das Mutterschiff der elektronischen Popmusik geworden, besser gesagt geblieben sind. Und ja, mir gefällt das Album natürlich auch...

Grundsätzlich muß ich sagen, das ich immer ein sehr großer Anhänger von elektronisch erzeugter Musik war und bin. Sofern es sich nicht gerade um Techno handelt. Dazu fehlt mir tatsächlich leider jedweder Zugang.

Eigentlich ist das, was man später als Synthie Pop bezeichnete ja schon in den 70ern entstanden. Anerkannter Startpunkt dürfte das One Hit Wonder "Popcorn" der Formation Hot Butter aus dem Jahre 1972 sein. Auch die Einflüsse von Kraftwerk waren prägend. Richtig in Schwung kam das Ganze aber zu Beginn der 80er, als sich aus dem Postpunk, bzw. dem New Wave, eine große Reihe von Bands und Künstlern aufmachte und mit elektronischen Klängen einen Hit nach dem anderen produzierten. Noch nicht allen voran, aber schon damals mit dabei, die bereits oben erwähnten Depeche Mode. Weitere große Namen dieser Zeit waren Tubeway Army mit Gary Numan, Fad Gadget, Human League, Heaven 17, OMD, Soft Cell, Simple Minds, Ultravox, New Order und, und, und... Songs wie Tainted Love, Blue Monday, Temptation, People Are People, Sweet Dreams, Don´t Go oder Fade To Grey, um nur ein paar wenige zu nennen, darf man getrost als Evergreens bezeichnen.

Warum das Genre später teilweise in der öffentlichen Wahrnehmung so schlecht weg kam, ist mir schleierhaft, denn auch für die folgenden Dekaden wurden von diesen Künstlern Fluchtstäbe in die Erde gerammt, an denen sich zahlreiche Epigonen, aber auch Innovatoren entlang hangelten. Auch in den 90ern und 00ern gab es immer wieder Bands wie The Faint oder Mesh, die sich klar zum Synthie Pop, zumindest als großen Einfluss bekannten und es bis heute tun. Längst nicht alles blieb dabei hörenswert, aber bis heute gibt es nennenswerte Acts wie beispielsweise Hurts mit ihrem 2010er Debüt Happiness, welches klar an dem Sound der 80er anknüpfte.

Heute heißen die Bands oder Projekte ZyniC, Ghost & Writer oder Torul... Und natürlich - und da schliesst sich vorerst der Kreis - Depeche Mode! Wobei aber gerade auch DM immer schon Grenzgänger waren, die nicht nur auf den Mainstream ausgerichtet sind, von diesem dennoch bereitwillig konsumiert werden, was gerade auch das neue Album Delta Machine beweist. Von daher halte ich es für gut und wichtig, das der Synthie-Pop die Anerkennung bekommt, die er verdient. Nicht mehr, aber auch nicht weniger...


Joy Division - Diskografie


Bildquelle: by 33rpmPVC










+ Unknown Pleasures (1979)

    1. Disorder
    2. Day Of The Lords
    3. Candidate
    4. Insight
    5. New Dawn Fades
    6. She's Lost Control
    7. Shadowplay
    8. Wilderness
    9. Interzone
    10. I Remember Nothing

Dunkel, treibend, avantgardistisch! Das erste Album der Band, die zum Kult werden sollte, wie kaum eine zweite, erinnerte in den Grundzügen noch an die Anfangstage, als die Band sich noch Warsaw nannte und noch sehr vom Punk motiviert daherschrammelte. Und doch war es hier bereits anders, denn der Sound war schon bei diesem Album ziemlich perfektioniert und depressiv. Peter Hook spielt in seiner unnachahmlichen Art den Bass wie eine Leadgitarre. Ian Curtis hypnotischer Gesang legt sich immer wie dunkler Nebel uber das Soundkonstrukt.

Sicher keine einfache Kost für Leute, die sich das erste mal mit Joy Division befassen. Aber nachdem man den richtigen Zugang gefunden hat, begeistert der Sound immer mehr. Ein Sound der bis heute starken Einfluß auf die verschiedensten Bereiche in der Indie- und Alternative- Musik hat. Und auch wenn JD sicher keine Gothic-Rock-Band waren, so waren sie doch wohl eine, wenn nicht gar die Initialzündung für alles was man mit den Begrifffen New Wave, Gothrock, Postpunk usw. verbindet. Fröhlich geht anders..., auch wenn hier bereits an einigen Stellen mit elektronischen Stilmitteln gearbeitet wurde (Insight), die später die Nachfolgeband New Order zu einer der angesagtesten Pop-Bands werden lassen sollte...




+ Closer (1980)

    1. Atrocity Exhibition
    2. Isolation
    3. Passover
    4. Colony
    5. A Means To An End
    6. Heart & Soul
    7. Twenty Four Hours
    8. The Eternal
    9. Decades

Closer ist die konsequente Weiterentwicklung vom ersten Album. Weiterhin düsterer, schwermütiger Gesang, aber auch noch stärkerer Einsatz von elektronischer Unterstützung, die trotz aller wütenden Schwermütigkeit den Weg in Richtung New Order zeigten. Markenzeichen bleiben dennoch die markante Stimme von Curtis und der prägnante Bass von Hook.

Die Texte lassen eine Ahnung aufkommen, wie es in Ian Curtis Seelenleben ausgesehen haben muß, der sich wenige Monate vor Veröffentlichung dieser Platte das Leben nahm und seither als Ikone verehrt wird, obwohl er selbst das sicher abgelehnt hätte.

Das Album ist fasziniered und verstörend zugleich. Zieht einen aber immer wieder in seinen Bann und wird von mal zu mal besser. Mal eben reinhören geht nicht, das Album ist zum durchhören von Anfang bis Ende gedacht und man mag auch keine Stücke besonders hervorheben. Allerdings befindest sich darauf auch eins meiner absoluten Lieblingsstücke von JD, nämlich Twenty Four Hours!

Unknown Pleasures und Closer sind zwei unverrückbare Meilensteine in der Musikgeschichte. Sicher weniger was für ungeübte Chart-Hörer, aber Musikfreunden, die auch mal abseits des Mainstreams wandeln und JD nicht kennen sollten, kann man diese Meisterwerke nur empfehlen. Denn die gehören eigentlich in jede gute Plattensammlung.



+ Still (1981)

    1. Exercise One
    2. Ice Age
    3. Sound of Music
    4. Glass
    5. The Only Mistake
    6. They Walked in Line
    7. The Kill
    8. Something Must Break
    9. Dead Souls

    10. Sister Ray
    11. Ceremony
    12. Shadowplay
    13. A Means to an End
    14. Passover
    15. New Dawn Fades
    16. Transmission
    17. Disorder
    18. Isolation
    19. Decades
    20. Digital

Obwohl eigentlich kein reguläres 3. Studioalbum mehr, ist es für mich dennoch das 3. Album von Joy Division. Denn mit diesem Album habe ich persönlich JD erst kennengelernt und wurde mit dem Virus infiziert und ist daher mein persönliches Lieblingsalbum der Band

Im Prinzip handelt es sich hierbei um eine posthum erschienene Compilation. Die erste Platte des Doppelalbums beinhaltet Studiomaterial und Stücke, die in dieser Form vorher nicht veröffentlicht wurden. Auf der 2. Platte befindet sich Live-Material, welches die Stärken und die Intensität von Joy Division gerade auf der Bühne verdeutlichen.

Die Vinylversion ist damals zum einen im aufwendigen Pappcover erschienen, zum anderen in einer schweren, leinengebundenen Version, die heute auch als Sammlerstück gilt. Auch gibt es hochwertige Neuauflagen des Vinyls und natürlich CD-Versionen.

Auf der Live-Seite befindet sich auch der Song Ceremony, der später auch erste Single von New Order wurde und damit praktisch das Bindeglied zwischen diesen beiden Bands darstellt.


Insgesamt gesehen gibt es noch eine ganze Reihe an weiteren Compilations und auch Bootlegs, die das Schaffen von JD abrunden, mit teilweise altem Material oder Liveaufnahmen, sowie verschiedenste Versionen beinhalten. Als guter Querschnitt wäre noch die LP Substance zu nennen, die man auch dem geneigten Einsteiger empfehlen kann. Dort findet man auch das wohl bekannteste Stück von JD Love Will Tear Us Apart, sowie Atmosphere.

Compilation

* Still (1981) – halb unveröffentlichtes Material, halb live
* The Peel Sessions (12", 1986) – Aufnahmen vom 31. Januar 1979
* The Peel Sessions (12", 1987) – Aufnahmen vom 26. November 1979
* Substance 1977–1980 (1988)
* The Peel Sessions (1990)
* Permanent (1995)
* Warsaw (1995) – das unveröffentlichte erste Album plus ältere Demo-Aufnahmen von Warsaw
* Heart and Soul (4 CDs, 1997)
* The Complete BBC Recordings (2000)
* The Best Of (2 CDs, 2008)

Livealben

* Preston Warehouse 28 February 1980 (1999)
* Les Bains Douches 18 December 1979 (2001)
* University of London Union 8 February 1980 (2007)




http://www.joydiv.org/
http://www.incubation.ch/
http://de.wikipedia.org/wiki/Joy_Division

28.03.2013

Wie der Titel dieses Blogs vielleicht verrät, dreht sich hier vieles um die (meist) schwarzen Vinylscheiben und dem was deren Rillen so zu entlocken ist... Musik und Schallplatten sammeln sind meine große Leidenschaft. Rezensionen, Links zu Artikeln oder anderweitige Beiträge zu Platten, Musikern und sonstigen medialen Inhalten werden sicher einen Hauptanteil des hier noch zu schreibenden ausmachen. Dabei werde ich mich weder an bestimmten Stilen festhalten, noch dies in irgendeine zeitliche Abfolge bringen. Meiner Willkür sind also keine Grenzen gesetzt...