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24.09.2016

Mod Revival around 1980...

[m] Ob das Mod Revival Ende der 70er jetzt bereits 1977 mit dem Debütalbum "In The City" von The Jam begann oder erst 1979 mit dem Start des Films "Quadrophenia" so richtig los ging, ist wie immer in solchen Fällen diskussionswürdig. Unstrittig ist aber, dass in Zuge dieser zweiten Welle einer der größten und wichtigsten Subkulturen Britanniens, auch eine Vielzahl junger Bands auf den Plan trat, die die musikalischen Wurzeln zu den 50ern und 60ern mit den Klängen der gerade stattgefundenen Punkexplosion mischten und eine ganz eigene und smarte Version von Punkrock spielte. Genau genommen gehört die musikalische Ausdrucksform des Mod-Revivals zum Postpunk. Vermutlich wird aber auch diese Behauptung wieder zu unendlichen Diskussionen führen. Unbestreitbar dürfte aber der Fakt sein, das es sich hier einfach um grandiosen Sound handelt und deshalb hier und jetzt ein visueller Reminder in Form einer handvoll Bands, die den damaligen Spirit wiedergeben...









18.09.2016

Fünftes Album: Kick Joneses „Unexpected Gift“ erscheint am 21.10.2016 auf Rookie Records



[dh] Bereits 24 Jahre am Start gibt es hier wieder Punk, Powerpop mit Rock´n´Roll-Anteilen, wie man es von der Band aus dem Spermbirds/Walterelf Umfeld gewohnt ist. Dass sich Kick Joneses gleich mit einer Doppel-LP und -CD auf den Markt trauen, ist dem Qualitätsbewusstsein und der inneren Freiheit der Band zu verdanken. Entgegen juveniler One-Hit-Streams setzt die Band auf ein in sich geschlossenes Album mit stimmigem, stilsicherem Artwork (wie auch beim letzten Mal von Horst Klein), durchdachter Dramaturgie und erstklassiger Produktion, wie in diesem Fall von Uwe Sabirowski, Minirock Music. – Und warum braucht es überhaupt nach 24 Jahren noch dieses fünfte Album? Weil es kaum etwas Schöneres gibt, als mit den ältesten Jugendfreunden ein Leben lang Musik zu machen und dabei immer wieder neue Möglichkeiten zu entdecken...

The Veldt mit neuer EP und Europa Tour



[dh] „The Shocking Fuzz Of Your Electric Fur“ heisst das neue Teil der Soul-Shoegazer aus Raleigh in den USA. Bereits seit 25 Jahren gibt es diese Band, die schon für die Cocteau Twins oder die Pixies den Opener gemacht haben und sich nach eigener Aussage, nicht durch die Mainstream-Musikindustrie vereinnahmen lassen wollen. Gut so...

Neuentdeckung aus Italien: „Plastic Light Factory“



[dh] „Robyn“ heisst der Song aus ihrer ersten EP „Hype“. Die drei Jungs kommen aus Brescia/Italien und sind seit dem Winter 2011 zusammen. Hier beglückten sie zuerst Freunde und ein paar wenige Eingeweihte mit ihren Songs - einer Mischung aus Psychedelic, Pop und Shoegaze. Bereits im Mai 2016 erschien ihre Debut-EP. Es wird weiter an der Karriere gebastelt und man darf auf einen Longplayer gespannt sein...


Spätvorstellung: Men Of North Country

Men of North Country
By Cimerotic27 / License:CC BY-SA 4.0























[m] Das Tel Aviv für mich in irgendeiner Form musikalisch bisher Bedeutung gehabt hätte, kann ich nicht wirklich behaupten. Vielleicht einer der Gründe, das ich Men Of North Country, immerhin bereits seit 2008 existent, bisher nur sporadisch auf dem Schirm hatte. In den Weiten von Youtube und Co., habe ich sie hin und wieder schon mal wahrgenommen und sicherlich auch mal in den ein oder anderen Song reingeschnuppert. Von der Existenz ihres Debütalbums "The North" (2012) habe ich jedenfalls bis vor wenigen Wochen nichts gewusst. Diese ungewollte Ignoranz liegt bei mir meistens daran, dass es davon abhängt, wo momentan gerade meine musikalischen Präferenzen liegen. Nicht dass ich meiner nicht gerade kleinen Bandbreite schalltechnischer Interessiertheit mit engen Scheuklappen begegnen würde, aber es ist immer so, dass ich mich phasenweise mit einer bestimmten Thematik oder einem bestimmten Genre besonders befasse. Und da fällt hier und da auch mal was durch das Aufmerksamkeits-Raster...

11.09.2016

Dritter Streich von MESSER aus Münster



[dh] „Jalousie“ heißt der dritte Longplayer der Band um Frontmann Hendrik Otremba. Nach „Im Schwindel“ und „Die Unsichtbaren“ und Besetzungswechsel (Gitarrist Pascal Schaumburg verließ die Band) haben Messer sich wieder weiterentwickelt. Neben dem reinen Postpunk der Vorgängeralben, auf der neuen Platte in Stücken wie "Meine Lust", gibt es auch Ausflüge in Pop und Alternative. Anspieltipps: „Der Mann Der Zweimal Lebte„, „So Sollte Es Sein“ oder „Im Jahr Der Obsessionen“. Absolut gelungenes drittes Album...


Albendebüt von ABAY - Everything´s Amazing And Nobody Is Happy // VÖ vom 12.08.2016 auf Unter Schafen Records



[dh] Der erste Longplayer vom ehemaligen Frontmann der Indie Rocker Blackmail, Aydo Abay. Da ich, wie der Zufall es will, Abay vor einiger Zeit im Vorprogramm von Interpol im Dortmunder FZW schon live bewundern durfte, war ich gespannt auf das angekündigte Album. Hier mischen sich Indie/Alternative und Pop in sehr eindrucksvoller und hörenswerter Weise. Mal gitarrenlastig wie bei „Different Beds“, mal poppig-leicht Anleihen wie in „Signs“. Mein Favorit (auch im Video zu sehen) ist der Song „The Queen is Dead“, toller Übergang aus der Einleitung mit Klavier, die dann mit rockigen Gitarren endet. Der Song „1997 (Exit A)“ erinnert mich teilweise an The Cure in ihren erfolgreichen Tagen. Für die Gitarrenarbeit ist übrigens der JULI-Gitarrist Jonas Pfetzing zuständig, der es hier und da schon mal krachen lässt...

09.09.2016

Debüt-Album: Mountain - Evolve (VÖ: 09.09.2016)



[m] Evolve - Entwickeln. Was soll sich da noch entwickeln fragt man sich zunächst? Der Sound klingt wie bei einer altgedienten Band auf dem Höhepunkt ihres Schaffens. Absolut professionell, aber auch in jeder Sekunde spannend und frisch. Ein Progressive-Post-Rock-Album von Könnern für Kenner - das kann man ohne Übertreibung sagen. Die Österreicher von Mountain (etwas klischeebeladen, wenn man so darüber nachdenkt...) liefern hier ein energiegeladenes Stück progressivem Musikschaffens an die geneigte Hörerschaft. Lässt man sich auf die Klanglandschaft ein, so ziehen Mountain einen immer wieder in einen Sog aus schwermetallenem Soundgewitter, der aber keinesfalls überladen wirkt, sondern strukturell fein fein austariert ist. Man bekommt als Hörer auch seine Entspannungsphasen, in denen man zur Gitarre einfach nur mitschweben kann (Ahram), um dann kurze Zeit später wieder in einem tosenden Unwetter zu landen. Und auch wenn es manchmal Passagen gibt, die fast Ambient-ähnlich daher kommen (Savage Landor) lohnt es sich hier mal konzentriert der Platte zu lauschen, denn als Hintergrundgesäusel wäre die Wirkung der Scheibe völlig vertan. Nimmt man das Angebot der Musiker aber an, bekommt man ein absolut geniales Rock-Album in dem man sich zeitweise verlieren kann...




Rest in peace, Prince Buster!

Prince Buster
By Yerpo (Own work)
[
CC BY-SA 3.0 or GFDL], via Wikimedia Commons
R.I.P. Prince Buster 
Cecil Bustamante Campbell
* 24. Mai 1938 in Kingston, Jamaika
† 8. September 2016 in Miami, Florida

Was für ein Jahr. Ich möchte gar nicht mehr aufzählen, was für tolle Musiker in den letzten Monaten (Lemmy im Dezember mal mit eingerechnet) bereits das zeitliche gesegnet haben. Ist das normal und ich habe das bisher nur nie so empfunden? Ich denke nicht und ich denke auch, dass dieses Jahr schon außergewöhnlich ist, sofern man dieses Attribut in diesem Zusammenhang überhaupt verwenden sollte. Und nun hat es mit dem "King of Ska" eine weitere Legende erwischt. Der Sound of Jamaica verliert einen weiteren Pionier der ersten Stunde und einen der einflussreichsten Musiker Jamaicas. Ohne Prince Buster gäbe es vermutlich kein TwoTone, keine Madness, keine Specials, keine Selecters, keine Bad Manners. Gut, das er soviel hinterlassen hat, worin man jetzt in Erinnerungen schwelgen kann...



03.09.2016

Minor Victories - Debütalbum der Schottischen "Indie-Supergroup“



[dh] Ja, genauso hat die Musik Presse reagiert als sich einige der bekanntesten Glasgower Indie-Größen zusammentaten und Minor Victories gründeten. Justin Lockey (Editors) und sein Bruder James,  Stuart Braithwaite (Mogwai) und als Frontfrau Rachel Goswell (Slowdive) bilden das nicht gerade untalentierte Line-Up auf dem selbstbetiteltem Debütalbum. Das muss etwas werden, dachte auch ich mir und heraus kam eines der stärksten Alben im Laufe diesen Jahres. Shoegaze bis Gitarren-Alternative, so wie ich ihn mag. Mal melancholisch wie bei „Breaking my light“, mal mit starkem Synthie-Anteil wie bei „A Hundred Ropes“, oder ganz und gar verträumt wie im Stück „Folk Arp“. Aber es geht auch volle Pulle Shoegaze mit sägenden Gitarren bei „Scattered Ashes“.
Hier kommen Fans der Melodischen Gangart genauso auf ihre Kosten wie Leute die es krachig mögen. Für mich ein Highlight in diesem Jahr, sehr hörenswert...